Blue Mountain - Omnibus - Cover
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Blue Mountain Omnibus


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 51 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Alternative-Country-Band Blue Mountain zählte zu den Speerspitzen der No-Depression-Ära, die dem Grunge-Boom der frühen 90er Jahre folgte. Der musikalische Stil verband die Elemente des traditionellen Country mit Indie-Rock, Folk und Blues zu einer energetischen Mischung aus Roots-betontem Gitarrenrock. Weggefährten von Blue Mountain waren u.a. Whiskeytown um Ryan Adams, Uncle Tupelo um Jeff Tweedy und Blood Oranges.

Blue Mountain veröffentlichten nach dem in Eigenregie herausgebrachten, selbstbetitelten Debütalbum aus dem Jahr 1993, im Zweijahresrhythmus neue Alben. Als da wären das erstmals regulär erhältliche „Dog Days“ (1995), „Homegrown“ (1997), „Tales Of A Traveler“ (1999) und das finale Werk „Roots“ (2001). Danach war Schluss mit Blue Mountain. Was bliebt, war der späte Live-Nachruf „Tonight It’s Now Or Never“ (2002) und die Bandmitglieder, die mit anderen Projekten weitermachten. Bis jetzt. Denn nun sind Blue Mountain in der Ur-Besetzung Cary Hudson (Gesang, Gitarre), Laurie Stirratt (Bass, Gesang) und Frank Coutch (Drums, Percussion) wieder da!

Für die Reunion hat das Trio 14 Songs seines Backkatalogs für eine Quasi-Best-Of-CD neu eingespielt, was für die Fans von damals sicher nicht so sensationell ist, zumal die aktuellen Interpretationen nicht weit von den Urversionen entfernt sind. Doch auf diese Weise kann die Band aus Oxford, Mississippi erst mal unverbindlich feststellen, ob es da draußen noch Anhänger gibt, die sich für Blue Mountain interessieren. Denn ihr Sound war und ist nicht schlecht, nur war er nie so erfolgreich wie der von z.B. Whiskeytown. Dazu fehlte es einfach an einem Hype wie der um Ryan Adams, der sich schon bald von seiner Band verabschieden und eine Solokarriere starten sollte.

Dass Blue Mountain ihr Handwerk nachwievor verstehen, macht „Omnibus“ nachhaltig klar! Denn der ganz besondere Roots-Rock-Sound mit einer zusätzlichen Priese Country funktioniert auch anno 2008 noch ganz hervorragend („Bloody 98“, „Mountain girl“). Man spürt die Wurzeln im Früh-Neunziger Alternative Rock („Generic America“), genau wie die uramerikanischen Düngemittel Country, Blues und Folk („When you’re not mine“). Das ergibt ein stimmiges Bild von einer Band und einer Stilart, die beide durchaus eine zweite Chance verdient haben.

Anspieltipps:

  • Lakeside
  • Soul sister
  • Blue canoe
  • Wink of an eye
  • The one that got away

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