Jenny Lewis - Acid Tongue - Cover
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Jenny Lewis Acid Tongue


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Sängerin einer Indieband zu sein, scheint Jenny Lewis nicht völlig auszufüllen, sie bringt auch noch Soloalben heraus. Mit ihrer Band Rilo Kiley schuf sie seit 2001 vier CDs und zusätzlich ihrem viel beachteten Solodebüt „Rabbit fur Coat“ folgt nun ein weiteres Werk. Sie lud sich neben ihrem Freund Johnathan Rice, der auch als begabter Songwriter gilt, auch noch Gäste wie „Black Crowes“-Sänger Chris Robinson ins Studio ein. Die Amerikanerin bat dazu bei „Carpetbaggers“ Elvis Costello zum Duett und komponierte eigenhändig oder in Zusammenarbeit mit Rice oder „Rilo Kiley“-Produzent Jason Lader insgesamt elf Songs.

Der Opener „Black Sand“ eröffnet die CD mit Lewis hoher Stimme und sich langsam steigernden Instrumenten, ein gelungener Auftakt, der auch noch von Geigen abgerundet wird. „Next Messiah“ ist fast neun Minuten lang und zerfällt in mehrere Teile, die man auch gut und gerne als eigenständige Songs hätte laufen lassen, trotzdem ist es eine interessante Jamsession, die ihren Reiz besitzt und viel Country-Rockappeal ausstrahlt. Es wechseln sich den gesamten Longplayer über ruhige Tracks mit der Konzentration auf Lewis ausdrucksstarker Stimme und Folkrock-artige Songs ab, z.B. „Fernando“, so dass genügend musikalische Abwechslung vorherrscht. Dabei gewinnen die Songs mit jedem Durchgang dazu und offenbaren Melodien mit Tiefgang. Das Duett mit Elvis Costello überzeugt dabei aber leider nicht, denn Mister Costello singt recht gewöhnungsbedürftig und zerstört den guten Track fast damit.

Der Titelsong „Acid Tongue“ überrascht mit hervorstechendem Backgroundchor und starker Vorstellung von Jenny Lewis, die stimmlich einmal mehr über allem thront. Der gospelartige Chor wird besonders eindringlich auch bei „Jack killed Mom“ eingesetzt und stellt sicher ein Lieblingselement der Lewis'schen Kompositionen dar. Jenny Lewis und ihr Team haben gute Arbeit geleistet, ihre Mischung aus Country, Folk, Rock und Gospel gehört zu den stärkeren Platten dieser Zeit und wird auch länger im Ohr bleiben als die anderer Künstler.

Anspieltipps:

  • The Next Messiah
  • Fernando
  • Jack killed Mom
  • Sing an Song

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