Amanda Rogers - Heartwood - Cover
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Amanda Rogers Heartwood


  • Label: Expect Candy/CARGO
  • Laufzeit: 36 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

„Heartwood“ ist ein Beweis dafür, dass Amanda Rogers ihren Stil gefunden hat.

Dass Amanda Rogers schon Jahre lang Musik schreibt hört man ihrem ersten, nicht-selbstveröffentlichtem Album „Heartwood“ ganz klar an. Denn auch wenn ihre Stimme zart, hell und etwas schüchtern klingt, so tragen die Melodien, die sie schreibt, deutlich Amandas Handschrift; ein Beweis dafür, dass sie ihren Stil gefunden hat. „I’m Awake“ führt hinaus auf eine Blumenwiese; während ein Piano den Song leitet, komplettiert Vogelgezwitscher den Gesang.

Stimmlich ähnelt Amanda Rogers der quirligen Punkpop-Maus Avril Lavigne, besonders an den ruhigsten Stellen des Albums lässt sich das nicht abstreiten. Doch zurück zur Wiese, dort hat sich nun auch ein Schlagzeuger eingefunden, der „Drive“ Tiefe und Kraft verleiht. Plötzlich schiebt sich eine Wolke vor die Sonne; herbstlich melancholisch präsentiert sich „Endless Saturday“. Aber spielerisch schiebt „Hibernating“ jegliche, dunkle Stimmung davon, ein dynamisches Piana zeigt sich hier charakteristisch.

Ein weiterer prominenter Vergleich muss her: Songs wie „This Beauty“ und „Cabin Muse“ hätten ebenso gut aus der Feder der überdurchschnittlichen Vanessa Carlton stammen können. Zum vorherrschenden Pop gesellen sich häufig, Jazz- und Soulelemente, die „Heartwood“ zu jeder Zeit frisch halten, auch wenn sich die tatsächliche Schönheit jedes einzelnen Stücks nicht direkt beim ersten hören zeigt.

Zischen spielerischer Leichtigkeit mischt sich im Verlaufe des Albums immer öfter auch die schwere des gebrochenen Herzens, Vorzeigemodell hierfür ist vor Allem „Trembling Hands“. Glücklicherweise rutscht Amanda Rogers nie vollständig auf eine Schiene ab, eh sich die Traurigkeit so richtig eingerichtet hat, reist ein Hoffnungsschimmer („Operator“) schon wieder weit die Fenster auf und vertreibt so sämtliche Dunkelheit.

Amanda Rogers reiht sich, ohne merkliche Qualitätsunterschiede, in die Riege der jungen, talentierten Songwriterinnen, wie Katie Melua, und Norah Jones ein. Sommer- und herbstkompatibel ist „Heartwood“ eine der CDs, die man einmal öfter auflegen kann.

Anspieltipps:

  • I’m Awake
  • Hiberneting
  • Cabin Muse
  • Lullaby

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