Oxford Collapse - Bits - Cover
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Oxford Collapse Bits


  • Label: Sub Pop/CARGO
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Es war einmal... als Indie-Rock noch tatsächlich independent war und seine Musikkapellen weniger durch akustische Vielschichtigkeit, die fehlerlose Beherrschung ihrer Instrumente oder eine hohe Radiokompatibilität geartet waren. Oxford Collapse ist eine solche Band. Und das Trio aus Brooklyn, New York bewegt sich noch immer im Rausch des einfachen, schnörkellosen und bloß mit Gitarre, Bass und Schlagzeug funktionierenden Pop-Songs.

Auf ihrem nunmehr vierten Studioalbum „Bits“ bleiben Michael Pace, Adam Rizer und Dan Fetherston ihrer bisherigen musikalischen Linie treu. Denn die meisten der dreizehn neuen Lieder sind wie gewohnt- um die zwei Minuten lang, schnell, rockig und einfach. Keine experimentellen Panflöten, mongolischen Mundorgeln oder wild zusammengestellte Soundschnipsel müssen hier herhalten, um einen heutzutage gängigen Indiesound hervorzuheben. Geradliniger, Garage-esker und am frühen College-Rock angelehnter Schrammelrock. Dem flotten Beginn „Electric Arc“ folgen in knapp vierzig Minuten, zwölf weitere kurzlebig und deutlich unverbraucht ausgefallene Tracks. Manchmal eine Spur rauer und wilder, wie auf „The Birthday Wars“ und „For The Winter Coats“, aber dann auch mal einfühlsam und auch ohne Gitarre überzeugend wie „A Wedding“. Melodisch betrachtet ist die Band auf „Bits“ ihren weit aus bekannteren Kollegen wie „Clap Your Hand Say Yeah“, „Modest Mouse“ oder „The Arcade Fire“ dennoch einen Tick näher gerückt. So gehen das beschwingte und Chorangehauchte „Children’s Crusade“ oder der LoFi-Albumabschluss „I Hate Nobody“ auch eingängiger ins Ohr als früher.

Oxford Collapse machen simplen Indie Rock. Sie wirken sympathisch, weil sie sich in einer Sparte austoben, die seit langem Salonfähig geworden ist und sich nicht selten unter dem Etikett der musikalischen Unabhängigkeit, schon längst für kommerzielle Wege entschieden hat. „Bits“ ist ein erfreuliches Zeugnis vergangener College-Rock Tage, welches sich aufgrund seines unperfekten Charmes auch gerade deshalb von der Masse abheben kann.

Anspieltipps:

  • Vernon-Jackson
  • Young Love Delievers
  • Children’s Crusade
  • I Hate Nobody

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