Blessed By A Broken Heart - Pedal To The Metal - Cover
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Blessed By A Broken Heart Pedal To The Metal


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 42 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Gleich vorweg, Pedal of metal hat so ziemlich nichts mit Metal zu tun! Jedoch wäre auch der Begriff Glamrock als musikalische Einstufung hier fehl am Platz. Aber fangen wir lieber vor an: Blessed by a broken heart ist eine sechs Mann starke Formation aus Kanada. Als sich die Truppe im Jahre 2003 zusammenfand, wusste sie zwar zunächst nicht, in welche Richtung ihre Musik gehen sollte, aber die Chemie zwischen den einzelnen Mitgliedern war perfekt. Ein Jahr später erschien das Debüt „All is fair in love and war“, was ihnen jedoch eher durchwachsene Kritiken einbrachte. Unbeirrt davon gingen die Kanadier auf Tour quer durch Nordamerika und erspielten sich dabei durchaus eine Fanbase. Nachdem sie 2007 auch Europa heimsuchten, ging es im April dieses Jahres wieder ins Studio, um unter ihrem neuen Arbeitgeber Century Media den Zweitling aufzunehmen.

Das „Intro“ erklingt verheißungsvoll und deutet mit seinen melodiösen Gitarrenklängen auf einen gewaltigen Kracher des Metal hin. „She wolf“ hämmert im Anschluss auch dank des hervorragenden Shouters/Sängers Tony Gambino alles in Grund und Boden und präsentiert sich als grandioser Metalcore-Song. „Show me what you got“ setzt die begonnene Härte abgesehen von den 80er Jahre Keyboards zunächst zwar fort, driftet jedoch schon im Refrain in eine nicht zusammen passende Glam-Pop-Musik ab. Trotzdem gehört dieses Stück definitiv, vor allem durch ein weiteres beeindruckendes Solo von Sean Michael Meier, zu einem der besseren Songs des Albums. Was im Anschluss dann allerdings im von Bon Jovi durchzogenen „Move your body“ passiert, lässt jedem Zuhörer nicht nur den Atem stocken, sondern auch den gerade gehörten Metal wieder hochkommen.

Ein Schelm wer von „Pedal to the Metal“ wirklich selbiges erwartet hat. Das Hauptproblem bei den Kanadiern ist jedoch nicht deren Handwerk und musikalisches Können an sich, sondern das Anbiedern von zwei einfach nicht zusammen passen wollenden Musikrichtungen. Der Metal für sich betrachtet ist nicht zu verachten und auch der Glam Rock kann sich hören lassen, jedoch werden sowohl Metal- als auch Glam-Rock-Freunde eher kaum Spaß mit dem Album haben, da die Truppe bei ihrer musikalischen Fusion nicht nur unglaubwürdig sondern zuweilen auch, wie im extrem kitschigen „To be young“, lächerlich wirkt. Vor Allem die Keyboards sorgen wie beispielsweise in dem ansonsten wirklich guten „Doing it“ immer wieder für unfreiwillige Lacher.

Alles in allem kann man mit „Pedal to the metal“ nicht wirklich zufrieden sein, denn trotz einiger guter Metal-Stücke und ein, zwei überzeugender Glamrock-Häppchen leidet der Großteil der Titel an deren Unglaubwürdigkeit. Für die Zukunft kann man sich wirklich nur wünschen, dass „Blessed by a broken heart“ aufwachen und sich endlich für einen sinnvolleren Einsatz der Keyboards und Synthies entscheiden, denn dass sie musikalisch was auf dem Kasten haben, lässt sich trotz aller Kritik nicht bestreiten.

Anspieltipps:

  • She wolf
  • She’s dangerous
  • Blood on your hands
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