Soundtrack - Robert Zimmermann Wundert Sich Über Die Liebe - Cover
Große Ansicht

Soundtrack Robert Zimmermann Wundert Sich Über Die Liebe


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Nachdem das letzte Album von Element Of Crime nun schon wieder drei Jahre zurückliegt („Mittelpunkt der Welt“ erschien im September 2005), gibt es mit dem Soundtrack zum neuen Leander-Haußmann-Film „Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe“ zumindest ein halbes neues Element-Of-Crime-Werk.

Von den 15 Tracks stammen insgesamt sieben (davon drei Instrumentals) aus der Feder von Sven Regener und Co., die schon zu vorherigen Haußmann-Filmen wie „NVA“ und „Herr Lehmann“ sowie für die „Peter Pan“-Inszenierung am Bochumer Schauspielhaus Songs beisteuerten. Leander Haußmanns einzige Vorgabe an Element Of Crime bestand darin, Songs zu schreiben, die sich direkt auf die Handlung des Films beziehen. Ansonsten ließ der Regisseur der Band freie Hand, die in ihren Stücken alles erwähnt, was für „Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe“ wichtig ist: Drama, Wahnsinn, Liebe, der Mond über Altona, Fleischmühlen, lesbische Schwestern, grünes Blut, Eppendorf, der Dalai Lama, Panzerfäuste, Sonntagsessen, Biker, Popos, Haarschnitte und die Landungsbrücken.

Eine Soundtrack, der allein auf das Konto von Element Of Crime geht, wäre gewiss eine starke Sache geworden. Aber da sind ja noch acht weitere Songs, die ohne die Bilder des Films nicht so recht funktionieren wollen. So fallen die trashigen Dancetracks von Tiefschwarz („No more trouble“), Lexy & K. Paul („Trash like us“) und Amos („I can’t Stopp my feet“) ziemlich aus dem Rahmen, ebenso wie die skurrilen Darbietungen des russischen Bob Dylan Vladimir Vissotski („Der Boxer“, „Weißer Walzer“). Weiterhin gesellen sich mit „Jennifer Jupiter“ eine Donovan-Nummer sowie der Ed-Csupkay-Song „Habe Mut“ dazu. Richtig großartig ist das nicht, wären da nicht die sieben Element-Of-Crime-Kompositionen, die den Soundtrack zusammenhalten.

Dabei ist es egal, ob die Band rein instrumental zuwerke geht („Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe“) oder auf Sven Regeners geniale Texte, verbunden mit der für ihn typischen markanten Art des Gesangs, vertraut („Ein Hotdog unten am Hafen“). Die Qualität von Element Of Crime ist seit über 20 Jahren ungebrochen, auch wenn eine wunderschöne Grundidee wie in „Death kills“ etwas zu sehr in die Länge gezogen wird. Hier handelt es sich um einen hochatmosphärischer Song, der mit vier Minuten Spielzeit zu lang geraten ist, da nach der Hälfe bereits alles gesagt ist. Das ändert aber nichts an einem kurzweiligen Soundtrack, bei dem noch mehr drin gewesen wäre.

Anspieltipps:

  • Jennifer Jupiter
  • Über dir der Mond
  • Robert und Monika
  • Ein Hotdog unten am Hafen
  • Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe

Neue Kritiken im Genre „Indie-Pop“
8/10

Sweet Sweet Silent
  • 2017    
6.5/10

Halb Oder Gar Nicht
  • 2017    
Diskutiere über „Soundtrack“
comments powered by Disqus