Benediction - Killing Music - Cover
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Benediction Killing Music


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Nachdem das letzte Benediction-Album mittlerweile sieben Jahre zurückliegt und der Nachfolger schon etliche Male angekündigt und wieder verschoben wurde, hatte wohl keiner mehr mit einem neuen Release gerechnet. Doch nun ist es endlich vollbracht und mit „Killing Music“ wurde noch dazu ein Killer-Name gefunden. Doch was nützt der beste Name wenn innen nicht hui, sondern pfui vorzufinden ist? So schlecht allerdings ist das Album auch nicht, jedoch muss man ehrlicherweise sagen, ein Killer ist es leider nicht geworden. Dabei macht die britische Formation eigentlich nicht viel anders, als auf ihren Vorgängeralben: Schnelle Drums, einfache, geradlinige Lieder und dazu Shout-Vocals vom leider nicht durchgängig überzeugenden Sänger Dave Hunt. Genau die eben angesprochene Geradlinigkeit ist das, was das Album schnell eintönig erscheinen lässt. Heraus stechen dann Lieder, bei welchen das Tempo herausgenommen wird und man sofort in Kopfschüttel-Laune kommt, wie beispielsweise „Immaculate facade“. Solche Momente, bei denen Veränderung in Tempi oder Arrangements gemacht werden, findet man leider viel zu selten auf der Platte vor. Schade, denn gerade hier wird viel Potential vergeben.

Kommen wir zu einer ganz anderen Baustelle: Wer kennt das Problem nicht? Man findet eine wirklich zu gefallen wollende Band und ist dann vom Album sichtlich enttäuscht, weil der Gesang viel zu leise gedreht wurde. Bei „Killing Music“ wird einem das nicht passieren, denn der Gesang wurde dermaßen weit aufgedreht, dass man teilweise die Instrumente im Hintergrund kaum noch wahr nimmt. Welche Idee seitens der Band dahinter steht wird wohl ewig ein Rätsel bleiben. Das mag jetzt alles extrem negativ klingen, jedoch, um es mal ganz nüchtern zu betrachten, erhält man mit diesem Album das, was die Band schon immer gemacht hat ohne große Schnörkel und, wenn man die CDs kennt und mag, macht man auch mit dem Kauf des aktuellen Albums nicht viel falsch. Die Hardcore-Seite, so viel Veränderung muss man einräumen, hat im Vergleich zu „Organised chaos“ deutlich zugenommen und man merkt, das dieser Einschlag besser zu Hunt passt. Jedoch wurden zu seiner Stimme an mancher Stelle beispielsweise Hall untergemischt („Largatyl“) und auch einige andere Effekte verwendet, was nicht so Recht zu Benediction passen will. Die Instrumente hingegen lassen sich nicht wirklich bemängeln und am Besten mit „alles wie immer“ beschreiben.

Wie gesagt, Fans der Band sollten auch mit dem Kauf von „Killing Music“ nicht viel falsch machen. Denn das aktuelle Album ist leicht verdauliche, brauchbare Kost ohne große Schnörkel, wenngleich es nicht im Geringsten mit den Klassikern der Truppe mithalten kann. Auf „Killing Music“ finden sich einige gute Songs, die leider zwischen zu viel Füllmaterial versteckt wurden und es trotz allem verdienen, gehört zu werden.

Anspieltipps:

  • Controlopolis (Rats in the mask)
  • As her skin weeps
  • Immacultate facade

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