Dragonforce - Ultra Beatdown - Cover
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Dragonforce Ultra Beatdown


  • Label: Spinefarm/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 58 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

„Ultra beatdown“ ist für kurzweiliges Matteschütteln, bierselige Mitgrölabende oder Luftgitarrenimitationen bestens zu gebrauchen.

Bei Dragonforce von einem „neuen“ Album zu sprechen, wäre eine glatte Übertreibung. Schließlich knüppeln die Herrschaften ZP Theart (Gesang), Herman Li (Gitarre), Sam Totman (Gitarre), Vadim Pruzhanov (Keyboard, Piano), Frederic Leclercq (Bass) und Dave Mackintosh (Schlagzeug) seit ihrem Debüt „Valley of the damned“ (2003) im selbem Tempo durch die Gegend und machen nicht mal in einer kitschigen Ballade vor Blastbeats halt. Doch die Fans wissen, das bei einer neuen Veröffentlichung des multikulturellen Sechsers (Li ist gebürtiger Chinese, Theart kommt aus Südafrika, Totman ist Brite, Leclercq Franzose, Pruzhanov kommt aus der Ukraine und Mackintosh hat schottisches Blut in seinen Adern) nicht Innovation, sondern Spielfreude und knackiges Tempo an der Tagesordnung stehen.

Wie erwartet gibt es diese Mischung auch auf „Ultra beatdown“, dem mittlerweile vierten Output. Ein hämmerndes Schlagzeug gibt den Takt vor, die Gitarrenfraktion schreddert virtuose Melodien aus den Saiten und schaltet oft und gerne mit einem Solo auf Hochgeschwindigkeitsfingerfertigkeiten, die in den Videos nachvollziehbar im Close Up gezeigt werden und Sänger Theart darf genretypisch als himmelhochjauchzende Operndiva herhalten, während Pruzhanov gelegentlich in den Vordergrund tritt und ein wenig über die Tasten flitzt. Das alles verpacken Dragonforce in Songs mit einer Durchschnittslänge von 7 Minuten und versuchen erst gar nicht die Struktur der Tracks großartig abzuändern und rauschen meist nach kurzer Einleitung mit der Geschwindigkeit eines ICE aus den Boxen, bis entweder mehrere Solos den Song zu einem Abschluss bringen oder (seltener) ein ungewöhnlicher Break den bisherigen Aufbau des Stücks ad absurdum führt.

So abgedreht und spaßig das klingt, so eintönig werden die ewig gleichen sechs Minuten der 8-Minuten-Tracks, in denen stets derselbe Ablauf herrscht und der Griff zur Skip-Taste unentbehrlich wird. Einzig und allein „The last journey home“ breitet sich majestätisch aus und erhält einen der Spielzeit angemessenen Spannungsbogen und „A flame for freedom“ darf als kitschige Halbballade für einen Ruhepol sorgen. Somit ist auch „Ultra beatdown“ für kurzweiliges Matteschütteln, bierselige Mitgrölabende oder Luftgitarrenimitationen bestens zu gebrauchen, für einen längeren musikalischen Genuss aber vollkommen ungeeignet.

Anspieltipps:

  • Reasons To Live
  • Heroes Of Our Time
  • The Last Journey Home
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