Sophie Zelmani - The Ocean And Me - Cover
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Sophie Zelmani The Ocean And Me


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Songs stehen ganz im Zeichen der Gitarre, die in allen erdenklichen Variationen zum Einsatz kommt.

Zart, zärtlicher, Zelmani. Die 36jährige Sophie Zelmani aus Schweden führt ihre Reihe äußerst intim klingender Akustikalben mit „The Ocean and Me“ fort und bleibt damit ihrem melancholischen Stil auch nach 13 Jahren und acht Alben treu. Dennoch kann der aufmerksame Hörer zu der Einschätzung kommen, dass Frau Zelmani von einer Platte zur nächsten immer zerbrechlicher wird und ihre Songs leicht schrullige Tendenzen annehmen.

Man kann sich das Szenario wunderbar vorstellen: Da sitzt Sophie Zelmani, wohnhaft mit Kind und Kegel auf einer einsamen Insel, zusammen mit ihrem langjährigen Songwritingpartner Lasse Halapi auf der Veranda ihres Hauses, die Akustikgitarre auf dem Schoß und eine leichte Sommerbrise weht ihr durchs Haar. Gemeinsam proben sie neue Songs, während die Sonne gemächlich untergeht und das Landleben langsam zur Ruhe kommt. Kitschig und klischeehaft? Gewiss! Aber wohl auch nicht weit von der Realität entfernt.

Aus dieser besonderen Stimmung entstehen die ersten Fragmente des neuen Albums, das diesmal in einer ganz neuen Konstellationen aufgenommen wurde. Denn anstatt nacheinander Song für Song aufzunehmen, arbeitete das Duo Halapi/Zelmani in einer vorher festgelegten Reihenfolge jeden Tag an einem anderen Stück. Dabei ergab sich der Effekt, dass sich die Songs gegenseitig zu beeinflussen begannen und im spontanen Fluss weiterentwickelten. 12 dieser Takes haben es auf „The Ocean and Me“ geschafft, das in der Tat noch sehnsüchtiger und verträumter und dabei doch so vertraut klingt.

Die Songs stehen ganz im Zeichen der Gitarre, die in allen erdenklichen Variationen zum Einsatz kommt (hauptsächlich akustisch, aber auch als Pedal Steel und E-Gitarre). Nur ganz dezent treten Drums, Bass, Flöten, ein Piano und Backgroundstimmen in Erscheinung, um dem zarten Organ der Schwedin genügend Raum zu lassen, die Songs über Sehnsucht, Bedauern und bittersüße Liebe auszufüllen. Und das gelingt auf gewohnt angenehme Weise, so dass das Fazit nur lauten kann: Der Herbst bzw. Winter kann kommen! Denn mit „The Ocean and Me“ wird auch diese Jahreszeit erträglich!

Anspieltipps:

  • Time
  • July waits
  • I will be there
  • Wind took my sail
  • I’ve got a suspicion

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