New Kids On The Block - The Block - Cover
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New Kids On The Block The Block


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 49 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Angesagte Producer verpflichten und Stimmen verfremden reicht nicht!

14 Jahre nach ihrer Trennung kehren nun die New Kids On The Block, abgekürzt NKOTB, wieder auf die Musikbühne zurück. Angesichts von 70 Millionen Plattenverkäufen in der Zeit von der Gründung 1984 bis zum Split 1994 wird daraus 2008 ein vielbeachtetes Ereignis im schnelllebigen Musikbusiness. Damit auch nichts schief geht, wurde mit den Produzenten Ne-Yo, Timbaland und Redone die üblichen Verdächtigen geholt. Zudem singen noch die Pussycat Dolls, Blackstreet-Sänger Teddy Riley, Akon und Lady Gaga als Gäste mit. Bekannt wurden NKOTB durch HipHop/R&B-Musik, die sie durch Breakdance-Einlagen performten, die eigentliche Neuerung bestand aber in der Tatsache, dass sie eben weiße Jugendliche waren.

Heute ist das nicht mehr so aufregend, aber nun zur neuen CD: Unter der Federführung der genannten Produzenten brachte sich NKOTB-Wortführer Donnie Wahlberg besonders ein und komponierte viele der vierzehn Tracks mit. Die beiden Singleauskopplungen „Single“ mit Ne-Yo und „Summertime“ sind klug gewählt, weil sie aus der Durchschnittsmasse ein wenig herausragen: „Single“ punktet mit sehr harmonischem Gesang aller Beteiligten, vielleicht eine Spur zu perfekt, um länger im Ohr zu bleiben, doch Mister Ne-Yo versteht schon sein Handwerk. „Summertime“ überzeugt erst nach einigen Durchgängen, wobei es recht gefällig klingt, aber leider auch kaum Erinnerungen hinterlässt.

Timbalands Beitrag „Twisted“ fällt durch gewohnt dumpfe basslastige Töne positiv auf, die schon zu den Höhepunkten auf dieser CD gehören und starke Charttauglichkeit besitzen. Die Trendsetter wie in den 80iger Jahren sind NKOTB musikalisch gesehen nicht mehr, zu viele R&B-oder Rap-Musiker auf ähnlichem Niveau existieren mittlerweile und so bleibt eher das Gefühl, dass die nun mehr vierzigjährigen Männer erst mal an den Texten arbeiten müssen, die zu einfach gestrickt sind und teilweise auch pubertär klingen. Außerdem reicht es eben nicht, angesagte Producer zu verpflichten, Stimmen zu verfremden und fertig ist der Hit.

Für sommerliche Autofahrten mit voll aufgedrehter Musik könnte man die leichtverdauliche Kost benutzten, mehr gibt das Album leider nicht her. Doch auch Durchschnittliches verkauft sich aufgrund des Namens der fünf Männer manchmal auf wundersame Weise.

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