Volbeat - Guitar Gangsters & Cadillac Blood - Cover
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Volbeat Guitar Gangsters & Cadillac Blood


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

„Guitar Gangsters & Cadillac Blood“ knüpft nahtlos an seine Vorgänger an, doch das Vorhaben, den Volbeat-Sound um einige Elemente zu erweitern, funktioniert nicht problemlos.

Nach zwei überaus erfolgreichen Alben, schicken die Dänen Volbeat nun ihr drittes Studioalbum „Guitar Gangsters & Cadillac Blood“ ins Rennen. Der Vierer um Sänger Michael Poulsen verspricht erneut eingängige Hooklines, mitreißende Refrains und jede Menge unbändiger Energie. Neu mit an Bord ist Gitarrist Thomas Bredahl. Anders Kjølholm (Bass) und Jon Larsen (Schlagzeug) komplettieren wie gewohnt die Band.

Nach dem kurzen Intro „End Of The Road“ wird im folgenden Titelstück gleich mächtig auf Volbeat Art gerockt. Treibende Drums, mächtige Gitarrenriffs und Poulsens klarer, warmer Gesang. So will man die Dänen hören. Und auch das anschließende „Back To Prom“ überzeugt – durch die konsequente Gradlinigkeit eines Punkrock-Songs und eine einprägsame Melodie. „Mary Ann’s Place“ überrascht als Duett von Poulsen und Pernille Rosendahl von der dänischen Band „The Storm“, die sich – zugegeben – noch keinen Namen in Deutschland gemacht haben. Kleine Spielereien wie Kastagnetten verleihen der Midtempo-Nummer eine exotische Note. Sägende Gitarren und treibende Drums eröffnen das nachfolgende „Hallelujah Goat“, welches vor allem durch das stellenweise peitschende Riffgewitter überzeugt. Als nicht ganz so kompromisslos erweist sich das einprägsame „Maybellene I Hofteholder“. Der Refrain lässt sich zwar gut mitgröhlen, doch ansonsten bleibt das Stück unauffällig. „We“ entdeckt mit Slide-Gitarre den Country für sich, ehe es in eine Volbeat typische Metal-Rockabilly-Fusion übergeht.

Auf die Mütze gibt es schließlich in „Still Counting“: Eine Mixtur aus Metallica-Elementen und Dub-Anleihen, die eine erstaunlich homogene Verbindung eingeht und ständig zwischen langsamen und schnellen, treibenden Passagen wechselt. Auch wenn mit einem Duett und den Country- bzw. Dub-Komponenten einige Neuerungen den Weg in Volbeats Sound gefunden haben, stellen die Streicher in „Light A Way“ wohl das größte Experiment dar, das die Dänen bisher eingegangen sind – welches dann auch prompt in die Hose geht. Denn Volbeat und Streicher passen in etwa so gut zusammen, wie Vollbärte und Milchschaum.

Schluss mit den Experimenten macht „Wild Rover Of Hell“: Hier wird dem Hörer mit schreddernden Metallriffs mächtig eingeheizt. Das steht den Dänen schon viel besser. Zum Ende der Platte kommen mit „I’m So Lonesome I Could Cry“, ursprünglich von Hank Williams gesungen, und dem Bonustrack „Making Believe“, einem Social Distortion-Song, zwei Coverversionen auf das Album. Besonders „Making Believe“ ist positiv zu bemerken.

„Guitar Gangsters & Cadillac Blood“ knüpft zwar nahtlos an seine beiden Vorgänger an, doch das Vorhaben, den Volbeat-Sound um einige Elemente zu erweitern, funktioniert nicht problemlos. Bestes Beispiel dafür sind die schon erwähnten Streicher in „Light A Way“. Es scheint schwierig für die Dänen-Combo den Sound der ersten beiden Alben noch zu verbessern ohne an Authentizität zu verlieren. Neue Wege müssen allerdings beschritten werden, sonst droht Stagnation.

Anspieltipps:

  • Guitar Gangsters & Cadillac Blood
  • Back To Prom
  • We
  • Making Believe

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