Medeia - Cult - Cover
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Medeia Cult


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 31 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Medeia ist eine fünfköpfige Extrem-Metal-Band aus Finnland, die eine moderne Art des Death Metals spielt (das Label bezeichnet den Stil als „Alternative Death Metal“) und dieses auf dem Album „Cult“ zum zweiten Mal nach dem 2006er Debüt „Quantum Holocaust: World Domination“ wiederholt.

Die Band gründete sich vor rund sechs Jahren und grenzte sich von Beginn an stilistisch vom recht überlaufenen Old-School-Sektor ab. Weiterer Bestandteil von Medeias Abgrenzung ist der weibliche Background Gesang von Laura Dziadulewicz, die darüber hinaus auch für die Tasteninstrumente verantwortlich ist. Komplettiert wird das Line-up von Keijo Niinimaa (Lead Vocals), Samuli Peltola (Gitarre), Samuli Kuusinen (Bass) und Janne Putkisaari (Drums).

Neo-Death-Thrash mit leichtem Nu-Metal-Einschlag lautet die Formel, wenn man den Begriff „Alternative Death Metal“ auseinander nimmt und die böse „Core“-Endung nicht verwenden mag. Mit knackigen Songs (elf an der Zahl in knapp 30 Minuten!), die aus dicken Riffsalven bestehen, die immer wieder von melodiösen Parts unterbrochen werden, geht es in rasantem Tempo mit dem Messer durch die Butter. Clean Vocals sind den Finnen dabei ein Fremdwort. Es wird gegrunzt, dass es eine wahre Freude ist. Nur Laura Dziadulewicz bringt ab und zu etwas Wohlklang ein, wenn sie mit leisen Piano-Parts und ihrer zarten Operettenstimme zum Einsatz kommt. Doch bevor sich der Hörer an die Stille gewöhnt, wird er schnell wieder mit donnerndem Brutalo-Thrash niedergeknüppelt („Through sacrifice“).

So ergibt sich ein spannendes Extrem-Metal-Album, das sich unterm Strich nicht ganz so sehr von den ursprünglichen Genres abgrenzt, wie es Medeia vielleicht gerne hätten. Dennoch geben sie dem Death/Thrash-Bereich durchaus neue Impulse. Und das soll für einen Newcomer was heißen!

Anspieltipps:

  • Ceremonial
  • The unseen
  • Cold embrace
  • Through sacrifice
  • Unholy communion

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