The Faint - Fasciinatiion - Cover
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The Faint Fasciinatiion


  • Label: Cooperative/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Fink, Baechle und Co. tragen momentan das Banner der erfolgreichen Uneingängigkeit - ein Progress, der Applaus verdient.

Eine herrlich ferne und überzeugend andere Welt kreieren The Faint auf Album Nummer fünf. Indie, New Wave und glamourös tanzbar ist daran nichts mehr. Elektro-Pop Hymnik die unglaublich modern, aber mit benebelten, verträumten 80er-Charme aufwartet. Eine Mischung die Eingangs irritiert, bei vertiefter Beschäftigung aber, springt der Virus über.

Der sichere Schoß von Saddle Creek wurde verlassen, das eigene Label blank.wave aus der Taufe gehoben, die Band befindet sich im 14. Lebensjahr; Omahas Elektro-Rock-Lieblinge jenseits medialen Hypes machen auf Fasciinatiion nicht mehr da weiter, wofür sie von den meisten bisher geliebt wurden. „Glass Danse“, „I Disappear“, „Paranoiattack“, die großen genreverschmelzenden Discohits nimmt ihnen keiner mehr, ergo muss man da auch nicht weiter machen. Eine sympathische Weiterentwicklung mit dezenter Tempodrosselung.

Man hört der elektronischen Sound- und Stimmungsgestaltung die Anerkennung der The Knife’schen Stilerweiterung an. „Get Seduced“ marschiert bestimmt, wie unaufdringlich – eine Ambivalenz, die das gesamte Album durchzieht – in den Gehör- und Gefälligkeitsgang. „The Geeks Were Right“ ist veritables Songwriting und ein kleiner Hit. „Psycho“ erinnert anfänglich an alte Tage, wandelt sich aber überraschend neuartig. „Machine In The Ghost“, „Mirror Error“, „Forever Growing Centipedes“; es ist die kreative Differenziertheit, bei wieder erkennbaren Soundrahmen, die die meisten starken Alben auszeichnen – der Fünfer aus Nebraska bildet keine Ausnahme.

Elektronische Soundgerüste, verquere beats, (endlich wieder) erfolgreich verzerrte und daher realitätsferne Vocals und die Entledigung der bisher erfolgreichen Songwritingstrategie kennzeichnen The Faint im Jahre 2008. Das wertvolle an dieser Band: wer weiß, ob es so bleibt. Nach vier Jahren Pause sind The Faint in ungeahnter Schönheit zurückgekehrt, haben neu begonnen und einiges gewagt. Fink, Baechle und Co. tragen momentan das Banner der erfolgreichen Uneingängigkeit - ein Progress, der Applaus verdient.

Anspieltipps:

  • The Geeks Were Right
  • Machine In The Ghost
  • Psycho
  • Mirror Error
  • Get Seduced
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