Zebrahead - Phoenix - Cover
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Zebrahead Phoenix


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 55 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Zebrahead steht mit „Phoenix“ mit dem bereits siebten Album in den Startlöchern. Bekannt wurden die fünf Jungs aus Orange County vor ein paar Jahren mit ihrer spaßigen Punkrock-Nummer „Playmate of the Year“. Denn wie viele Bands können schon von sich behaupten, ein Video im legendären Playboy Mansion von Hugh Hefner gedreht zu haben. Zebrahead haben in zehn Jahren wenig bis nichts an ihrem Stil verändert und sind dafür bekannt, gute Live-Auftritte abzuliefern. Ob die Kalifornier auch im siebten Anlauf noch frisch und kraftvoll wirken, wissen wir eine gute Stunde später.

Zebraheads Musik ist schnell erklärt. Man nehme ein paar fetzige Gitarrenriffs, eine passende Bassline, coole Skater-Klamotten und ein punkig-freches Auftreten. Das Resultat ist eine sympathische Truppe, die es versteht, oft simple, aber erfolgreich gestrickte Songs zu schreiben, welche fast überall gute Laune verbreiten. Bei „Phoenix“ verhält es sich da nicht anders. Laut und etwas chaotisch eröffnet „HMP“ den Pogo. Mit „Hell Yeah!“ folgt eine starke Nummer mit richtig Power und tollen Riffs. Einige Songs erinnern dabei vom Stil her an Genregeschwister wie zum Beispiel „Chuck“ von Sum 41. Eine absolut positive Erkenntnis.

„Mental Health“ überzeugt dabei genauso wie „The Juggernauts“. Letzteres fällt aber als angenehme Abwechslung aus dem sonstigen Schema. Fast kommen Sorgen auf, man bekäme nun Tom DeLonges Geheule aus einem Angels & Airwaves Song zu hören. Glücklicherweise wirkt „The Juggernauts“ aber nur zu Beginn als hätte es sich auf der Platte verirrt. Ein Schelm wer nun behauptet, dass die sorglosen Jungs von Zebrahead den Stil von Angels & Airwaves besser in einem Lied umsetzen können als DeLonges Lebenserfüllung.

In der Folge hält „Phoenix“ sein Niveau fast durchgehend auf einem guten Level. Zwar kommt man leider nicht darum herum, von Songs wie „Ignite“ oder „Hit the Ground“ enttäuscht zu sein, allerdings spricht diese Tatsache fast mehr für das Album als dagegen. Flüssig laufen „Death by Disco“,„More Codes for Suckers“, und „The Junkie and the Halo“ in einem angenehmen Rutsch durch des Hörers Ohr. Hervorzuheben ist durch seine Ska-Einflüsse und nicht zuletzt wegen des Songtitels dennoch „Mike Dexter is a God, Mike Dexter is a Role Model, Mike Dexter is an A**hole“. Gegen Ende von „Phoenix“ kann man durch weniger überzeugende Songs wie eben das genannte „Hit the Ground“, „Brixton“ und „All For None and None For All“ etwas die Ausdauer verlieren. Nach 55 Minuten darf man sich aber zufrieden eine Pause gönnen. Weiter so Zebrahead.

Anspieltipps:

  • Hell Yeah!
  • The Juggernauts
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