Poisonblack - A Dead Heavy Day - Cover
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Poisonblack A Dead Heavy Day


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 56 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Gerade einmal zwei Jahre seit dem letzten Poisonblack-Album „Lust stained despair“ sind vergangen, da steht schon ein neues auf dem Programm. Bei „A dead and heavy day“ tauchte Sänger Ville Laihiala wieder ab in seine Seele und brauchte rund ein Jahr um die nach eigenen Aussagen bisher persönlichsten Texte ans Tageslicht zu fördern. Aufgenommen wurde das neueste Werk im heimatlichen Soundmix Studio in Oulo. Diesmal, im Gegensatz zur letzten Platte, die leider einige Male verschoben werden musste, liefen laut Gitarrist Janne Markus die Aufnahmen wesentlich einfacher und unkomplizierter ab. Und das merkt man der Scheibe auch tatsächlich an: Die Songs sind allesamt schnörkellos und eingängig geworden. Auch den Keyboards sind zu Gunsten eines harten, dreckigen Sounds weiter in den Hintergrund gerückt, was aber nicht negativ verstanden werden soll.

Nach dem kurzen „Introuder“ folgt mit „Diane“ der erste wirkliche Song, bei welchem die Doublebase gepaart mit fetten Gitarrenriffs zunächst den schnellen Ton angibt. Dabei fällt einem vor allem bei tieferen Vocals die Ähnlichkeit mit Motörhead nicht schwer. Auch sucht man Keyboards hier vergeblich, wird dafür aber von einem Hardrock-Kracher weggeblasen. „Left behind“ schließt würdig als Mid-Tempo-Nummer an und weist im Hintergrund sogar einige passende Keyboardsounds auf. Durchzogen sind eigentlich alle der Stücke von mindestens einer eingängigen Melodielinie. Aufpassen müssen die Finnen lediglich, dass diese Eingängigkeit nicht in zu sehr in Richtung Pop abdriftet, wie in „Me myself I“ geschehen, denn dann leidet doch die Glaubwürdigkeit ein wenig.

Das ist jedoch zum Glück die Ausnahme geblieben und die Kurve wird immer noch gekriegt. Auch leisere Töne finden sich auf der CD, wie in der Ballade „X“ eindrucksvoll bewiesen wird. Das Stück beginnt lediglich a capella und mausert sich weiter und weiter zu einem Höhepunkt des Albums. Gerade die Verbindung zwischen verzerrten und cleanen Sounds gepaart mit dem rauen und trotzdem weichen Gesang von Laihiala sorgt hier für Gänsehaut-Feeling. „Compost“ zieht im Anschluss das Tempo mit schnellen Drums und Heavy-Metal-Gitarren gleich wieder gut an, ohne an dieser Stelle unpassend zu sein. Den Abschluss bietet das progressive, sogar mit dezentem Gothic-Touch angehauchte „Only you can tear me apart“, das mit seinen fast 8 Minuten und seiner Komplexität ein wenig allein da steht. Jedoch sorgen einige eingängige Klänge dann doch wieder dafür, dass man auch nach einmaligem Hören mit den Stück vertraut ist.

Somit kann man abschließend festhalten: Die Gothic-Wurzeln ziehen sich weiter zu Gunsten von überzeugenden Hardrock-Klängen zurück. Aber trotz allem weisen die Songs den typischen Poisonblack-Klang, den die Fans so lieben, weiterhin auf. Und genau auf diese Weise entwickelt sich eine Band weiter ohne die ach so geliebten Fans zu vergraulen. Auf dem aktuellen Album bekommt man leichte und trotzdem harte Kost geliefert, die für jeden Metal-und Hardrockfan ein Reinhören Wert sein sollte.

Anspieltipps:

  • Diane
  • X
  • Only you can tear me apart

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