Joan Osborne - Little Wild One - Cover
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Joan Osborne Little Wild One


  • Label: Time Life Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Schade, dass Joan Osborne nicht so einen Bekanntheitsgrad besitzt wie andere Sängerinnen.

1996 erschien Joan Osbornes Klassiker „Relish“ mit dem sie international durchstartete.
Das Komponistenteam bestand damals aus den „The Hooters“-Ikonen Rob Hyman und Eric Bazilian sowie Rick Chertoff (Cyndi Lauper), die ihr auch den größten Hit „One of Us“ auf den Leib schrieben. Dieses Dream Team kam nun wieder zusammen und Joan Osborne komponierte diesmal an neun der elf Songs ihres neuen Werkes mit diesen Herren mit. Es erscheint wieder auf ihrem eigenen Label „Womanly Hips“- der weltweite Vertrieb obliegt Timelife Records- und nach den sanften Alben „Pretty Little Stranger“ (2006) und „Breakfast in Bed“ (2007) gibt es wieder etwas flottere Klänge zu hören.

Joan Osborne glänzt erneut mit ihrer einzigartigen stimmlichen Ausdruckskraft, die jeden Song noch ein wenig besser macht als er sowieso schon ist. Das ist auch der Grund warum die Sängerin ihr eigenes Ding durchziehen kann: Sie hat nicht nur Talent, sondern besitzt einfach die Begabung mit ihrer Stimme soviel Soul zu verströmen wie Millionen von Künstlern es sich wünschen würden. Die 46-Jährige aus Kentucky nimmt als Zutaten Country, Folk und Soul, die sie mit viel musikalischer Erfahrung und den erwähnten Helfern zu einem guten Ergebnis führt.

„Sweeter than the Rest“ rockt gepflegt in erdiger Countrymanier daher, das ist richtig erfrischend. „Cathedrals“ zeigt dann die empfindsame Seite der Amerikanerin, denn mit viel Gefühl und einer dichten Atmosphäre, die vor allem durch das dominierende Piano und einige Hall-Effekte wie eben in einer Kirche aufgenommen klingt. „Rodeo“ belegt das Countryfeeling und allein hier merkt man schon, dass Joan Osborne auch ein wenig „Jipie ah je“ singen kann und das immer noch verdammt gut klingt. Einzig „Can't say no“ nervt, denn das eigentlich gute Stück wird durch einen völlig indiskutablen Beat, der eher nach Schlagerkeyboard klingt und die schöne Melodie zu kleistert, verdorben.

Allein „Bury me on the Battery“ eine reine Akustikballade gibt einem das gute Gefühl, einer Sängerin zu lauschen, die ihr Können eindrucksvoll demonstriert. Frau Osborne verspürt anscheinend aber doch nicht Bedürfnis, richtig flotte Songs einzuspielen, doch gerade die leisen Momente zelebriert sie auch ziemlich gekonnt. Schade, dass Joan Osborne nicht so einen Bekanntheitsgrad besitzt wie andere Sängerinnen, verdient hätte sie es auf jeden Fall.

Anspieltipps:

  • Sweeter Than the Rest
  • Cathedrals
  • To the One I Love
  • Bury Me on the Battery

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