Carrie Rodriguez - She Ain´t Me - Cover
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Carrie Rodriguez She Ain´t Me


  • Label: Manhattan/EMI
  • Laufzeit: 42 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Carrie Rodriguez trat früher nur als Violinistin in Erscheinung, bis sie 2006 ihr Albumdebüt namens „Seven Angels On A Bicycle“ veröffentlichte. Als Sängerin und Songschreiberin legt sie nun das Werk Nummer zwei nach. Elf Songs entstanden unter der Regie von Produzent Malcolm Burn (Emmylou Harris) und in Zusammenarbeit mit anderen Songwritern wie Gary Louris und Mary Gaulthier. Carrie Rodriguez komponierte aber an fast allen Stücken mit und spielte natürlich die Violine/Fiddel ein.

„Let me in“ schuf sie ganz allein und es ist eins der sehr ruhigen Tracks: Getragen von ihrer sanften und ausdrucksstarken dunklen Stimme bewegt sich dieser Song kaum, das Hauptaugenmerk liegen auf dem Text und der Gesangsperformance, genau diese Komponenten stehen bei der gesamten Platte im Vordergrund. Folkikone Lucinda Williams singt im Background des sehr gelungenen „Mask of Moses“ und lobt die Sängerin Rodriguez in Interviews in höchsten Tönen. Es gibt auch etwas schnellere Songs wie „El Salvador“, doch bleibt die Musik schon im typischen Singer/Songwriter-Rhythmus und der ist halt größtenteils sanft.

Für herbstliche ruhige Stunden eignet sich die Scheibe hervorragend, denn eine Stimme, die richtigen Wiedererkennungswert besitzt, wird mit Country- und Folkpopgetränkten Arrangements sehr gelungen umschlossen. Kein Track fällt aus dem Qualitätsrahmen und es wächst die Bewunderung wie professionell hier gearbeitet wurde: Gute Melodien, hörbar handgemachte Country-Klänge und eben die stimmliche Aura der 30jährigen Sängerin ergänzen sich zu einem rundum gut zusammenhängenden Longplayer, der die Herbststimmung nicht nur aufgrund seiner meist mit Liebesleid und Trennungsschmerz versehenen Texte transportiert.

In ihrer Heimat USA erschien das Album bereits, hierzulande wartet man leider noch auf den Postboten mit der Import-CD. Es lohnt sich auf jeden Fall, diese Songs zu entdecken und ab und an flechtet oder fiddelt Rodriguez auch ein wenig positive Töne in die Werke ein und rundet damit ihr Schaffen ab. Die musikalische Vergleichsschublade würde sich hier öffnen: Zwischen Suzanne Vega und Norah Jones sollte Carrie Rodriguez Platz finden und aufgrund ihres Talents müsste sie – vorausgesetzt die Unterstützung der Plattenfirma erfolgt – ähnliche Erfolge feiern wie die Genannten.

Anspieltipps:

  • Big Mistake
  • She Ain't Me
  • El Salvador
  • Mask of Moses
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