Triinu - Now And Forever - Cover
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Triinu Now And Forever


  • Label: Toolboxx Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Gesicht kennt man! Triinu Kivilaan (19) gehörte einst zu der estnischen Girlgroup Vanilla Ninja. Dort ersetzte das ehemalige Kinder-Model im Jahr 2004 die ausgestiegene Bassistin Maarja Kivi. Zwei Jahre später verließ auch Triinu die Band wieder, um sich auf eigene Beine zu stellen. Zu dieser Zeit galten Vanilla Ninja bereits als verheizt.

Die Pop-Rock-Gruppe kam 2005 in die Schlagzeilen, weil ihr Produzent David Brandes angeblich Singles in großen Mengen aufkaufen ließ, um die Charts zu manipulieren. Mit ihm fochten Vanilla Ninja bis ins Jahr 2007 einen Rechtsstreit um die Namensrechte der Band aus, den die Girls gewannen. Sie wollen noch in diesem Jahr mit einem neuen Album zurückkommen. Doch ihre ehemalige Bassistin kommt ihnen nun zuvor.

Mit 12 Songs, die der estnischen Schönheit von dem Produzenten- und Songwriterteam Olli Stan und Fabian König (Falco, Oli P., Mr. President, Emilia, Shaggy) auf den Leib geschrieben wurden, macht die 19-Jährige im gleichen Fahrwasser wie Vanilla Ninja weiter. Will heißen: Der Hörer bekommt locker-flockige Popsongs mit leicht rockigen Untertönen (deshalb „leicht“, weil die E-Gitarren sehr synthetisch nach Studio klingen) serviert, die sofort ins Ohr gehen und als sommerlich-leichte Unterhaltung durchaus sympathisch sind. Dass das Ganze mitunter etwas trashy rüberkommt, muss der Hörer jedoch einkalkulieren, wenn er sich für „Now and Forever“ entscheidet.

Anspruchsvolle Popmusik klingt sicher anders. Aber muss es immer anspruchsvoll sein? Hat nicht jeder in seiner Plattensammlung ein paar musikalische Leichen im Keller? Also warum nicht zum Debüt von Frau Kivilaan greifen? Hier bekommt der geneigte Hörer eine Dreiviertelstunde hymnischen Radio-Pop („Home“), druckvolle („Be with you“) und zerbrechliche Balladen („Now and forever“) sowie knackigen Rocksongs („Rescue me“). Ganz ehrlich, das passt schon. Da muss der Kritiker kein Fass aufmachen, auch wenn mal ein paar Harmonien wie in „All the different girls“ bei einem fremden Song entliehen wurden („Littles lies“ von Fleetwood Mac). Da leg’ ich mir doch lieber noch ’ne Wurst auf den Grill, anstatt mich aufzuregen

Anspieltipps:

  • Fallen
  • Is it me
  • Rescue me
  • Broken heart
  • Easy state of mind

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