Nelly - Brass Knuckles - Cover
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Nelly Brass Knuckles


  • Label: Motown/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 58 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Nelly gelingt auf „Brass Knuckles“ ein musikalisch abwechslungsreicher Mix aus R&B und HipHop.

Rapper, Produzent und Schauspieler Nelly zeigt sich auf dem Cover seines neuen Albums „Brass Knuckles“ oben ohne und offenbart eine derart muskulösen und tätowierten Oberkörper, da wäre jeder hauptberufliche Bodybuilder neidisch. Doch lässt er die Muskeln auch musikalisch spielen? Wenn man die Gästeliste betrachtet sehr wohl, denn von den 14 Songs ist nur ein einziger ohne jede Kollaboration mit einem anderen Künstler! Nelly alias Cornell Haynes Jr. ließ also zur Abwechslung seine Beziehungen spielen und hat mit Snoop Dogg, Usher, Chuck D. (Public Enemy), Akon, Jermaine Dupri, Ashanti, R. Kelly und LL Cool J echte Black-Music-Kaliber am Mikro.

Aber fangen wir mit den negativen Punkten an: Die erste Singleauskopplung „Party People“ mit Fergie ist einer der schwächsten Tracks auf dem Silberling: Man vernimmt einen auffälligen Bass und Fergies Stimme passt nicht wirklich dazu, zudem kann die Effekthascherei mit der dunkel verzerrten Stimme von Nelly einfach nicht über den eintönigen Beat hinwegtäuschen. Die Zusammenarbeit mit Pharrell fällt durch die gewohnt sehr tiefen etwas ungewöhnlicheren Klänge auf, die aber leider hier sehr monoton wirken. Außerdem könnte man der Meinung sein, dass Akon langsam eine kreative Pause einlegen sollte, weil seine Arbeit mit Nelly („Body On Me“) doch sehr austauschbar klingt.

Dennoch überwiegt das Positive auf Nellys Longplayer. Da wäre zum Beispiel das entspannt melodiöse „Self Esteem“, das Chuck D. von Public Enemy mit seinem Können auf die nächste Stufe hebt, „Long Night“, welches R&B-Sänger Usher stimmlich unterstützt und das mit lateinamerikanischen Gitarrenklängen versetzte „Who f*ucks with me“ mit Avery Storm, der sonst unter Nelly eigenem Label Derrty Ent musiziert. Auch Nellys alte Kumpel der Gruppe St. Lunatics können mit „Lie“ ein echt gelungenes Werk beisteuern.

Nelly gelingt auf „Brass Knuckles“ ein musikalisch abwechslungsreicher Mix aus R&B und HipHop. Seine Musik funktioniert im Club genauso wie im tiefergelegten Golf GTI, so dass er sich auf keinen Fall hinter anderen Genregrößen verstecken muss. Schließlich ist Mr. Haynes selbst eine feste Größe im Business und sein fünftes Album stärkt seinen Ruf als Hitproduzent weiter, wovon bereits 35 Millionen verkaufte CDs zeugen.

Anspieltipps:

  • Long Night - feat. Usher
  • Self Esteem - feat. Chuck D
  • Who F*cks Wit Me - feat. Avery Storm
  • Lie - feat. St. Lunatics

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