Monopol - Mein Erstes Monopol Album - Cover
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Monopol Mein Erstes Monopol Album


  • Label: Capital East Road Records
  • Laufzeit: 53 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„Mein Erstes Monopol Album“, das ist ein wirklich schöner Name für das erste Album einer Band namens Monpol! Lässt sich nämlich ein lustiger Wortwechsel draus konstruieren, etwa so: „Hast Du Mein Erstes Monopol Album?“ „Deins? Nein! Meins!“ Haha. Das war’s allerdings dann auch schon fast mit dem Wortwitz der Newcomer, deren Gründungsgeschichte so spektakulär ist, wie der Ort ihrer Entstehung: „Kennen gelernt haben wir uns in der Uni Paderborn, wo wir im Rahmen eines Projekts unseres gemeinsamen Studiengangs ‚Populäre Musik und Medien’ die Band gegründet haben.

Mmh. „Hip“ ist das eher nicht, doch so in etwa stellt man sich das wohl vor, wenn im erzkatholischen Paderborn mal was abgeht. Immerhin ist so bereits eine heiße Spur gelegt zur Antwort auf die Frage, wie Textzeilen entstehen wie diese: „Ich seh’ Zerstörung/Und dreh mich weg/Bitte, bitte Hilfe/Sie ist perfekt“ Schlecht gereimt zwar, aber authentisch, denn so oder ähnlich dürfte sich das Leben als Student an diesem tristen Ort wohl anfühlen.

Musikalisch ordnen sich Monopol selbst „irgendwo zwischen Blumfeld und Selig“ ein. Durchaus nicht unpassend, wenngleich Texte & Gesang natürlich (noch) nicht an die lyrische Qualität eines Jochen Distelmeyer oder die stimmliche Emotionalität des großartigen Jan Plewka heranreichen. Entwicklungspotential deuten Monopol auf ihrem Erstling jedoch an, insbesondere das eingangs zitierte „Zerstörung“ weiß mit schmissigem Refrain und unverschämter Eingängigkeit zu überzeugen. Von einer Klotür der Hamburger Schule könnte „Zu Jung, Um Den Scheiss Zu Akzeptieren“ abgeschrieben sein, doch meist klingt es sehr eigen und abwechslungsreich, was Johannes Kerkloh (Texte & Gesang), Alexander Meyer (Bass), Tilman Rautenstrauch (Keys) und Daniel Bonanati (Schlagzeug) um die meist von Tasteninstrumenten entworfenen Melodien basteln.

Die vermutlich reichlich drögen Lehrinhalte eines Kurses über „Populäre Musik und Medien“ werden hier eher nicht umgesetzt, weshalb „Mein Erstes Monopol Album“ sicherlich nicht gleichzeitig „Mein Letztes Monopol Album“ sein wird!

Anspieltipps:

  • Wind
  • Zerstörung
  • Die Zeit

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