Within Temptation - Black Symphony - Cover
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Within Temptation Black Symphony


  • Label: Gun/SonyBMG
  • Laufzeit: 122 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Unter den 22 aufgeführten Titeln finden sich alle wichtigen Klassiker der Band wieder.

Frauenstimmen sind eigentlich überhaupt nicht mein Ding und genauso wenig fasziniert bin ich von der ganzen Bombast-Operettenmetal-Szene. Also eigentlich keine gute Voraussetzung, um über eine Truppe zu schreiben, die genau ebenjene Musikrichtung neben Bands wie Nightwish bis ins kleinste Detail ausgekostet hat. Und dann kam wie so oft alles ganz anders und meine Vorurteile waren nach höchstens fünf Minuten begraben. Denn was man auf den beiden CDs in über 2 Stunden auf die Ohren bekommt, ist wirklich bombastisch und wird nur noch durch die Unterstützung des Bildes auf den ebenso erhältlichen DVDs bzw. Blu-Ray-Discs übertroffen.

Aufgenommen wurde „Black Symphony“ in der Rotterdamer Ahoy-Arena am 07.02.2008 vor rund 10.000 Fans. Mit dabei das 60-köpfige Metropole-Orchester und ein 20 Stimmen starker klassischer Chor. Und wie nicht anders zu erwarten, harmoniert die Verbindung von Klassik und der Band natürlich hervorragend, durchaus sogar ein ganzes Stück besser, als das über manche Strecken dünne „S&M“ von Metallica. Zusammen sorgt die knapp 90 Personen starke Truppe für ein einzigartiges Konzerterlebnis an der heimischen Stereoanlage. Im Gegensatz zur Variante mit Bild wurde diese Ausführung gesondert abgemischt. So ist beispielsweise das Publikum im Vergleich etwas lauter geworden, um die Konzertatmosphäre zu erhöhen und auch sonst wurde darauf geachtet, ein gutes Klangerlebnis vor allem an Kopfhörern zu erreichen. Verfeinert wird das Konzert mit Gastauftritten von Keith Caputo (Live of Agony), Anneke van Giersbergen (Agua de Annique) und dem etwas deplatziert wirkenden George Oosthoek (Ex-Orphanage). Sängerin Sharon den Adel überzeugt an diesem Abend sowohl stimmlich als auch durch Interaktionen mit dem Publikum. Unter den 22 Titeln finden sich natürlich alle wichtigen Klassiker der Band wie „Mother Earth“ oder „Ice Queen“ ebenso wie die jüngeren „Frozen“ und „What have you done“. Erstaunlich ist wirklich, wie es die Band schafft über die Dauer des kompletten Auftrittes nicht einmal spürbar einzubrechen. Auch die Dauer von über 2 Stunden ist heutzutage nicht mehr Gang und Gebe und ebenso erfreulich.

Within Temptation liefern zusammen mit dem Metropole Orchester auf „Black Symphony“ eine wirklich beeindruckende Show und ihr bis dato wohl bestes Konzert ab. Dabei wirkt die gesamte Band auf der Bühne zu jeder Zeit tight und nebenbei bemerkt auch absolut sympathisch. Man merkt der 6 köpfigen holländischen Truppe die gezeigt Spielfreude einfach deutlich an und empfindet ebenso viel Spaß beim Zuhören. Ein wenig leiden die Musik-CDs unter dem Fehlen des Bildes, den gerade die Effekte von Regisseur Hans Pannecoucke und die ebenso genialen Schnitte auf den DVDs sind es, welche die Atmosphäre um ein Vielfaches steigern. Deshalb kann man eigentlich nur empfehlen, zur 2 DVD + 2 CD Version zu greifen. Denn so ist man für jede Situation, sei es im Auto oder Zuhause, gewappnet und kann sich zu jeder Zeit über dieses einzigartige Erlebnis freuen.

Anspieltipps:

  • Jillian (I’d give my heart)
  • Somewhere
  • Mothers Earth
  • Memories

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