Reflection - When Shadows Fall - Cover
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Reflection When Shadows Fall


  • Label: Cruz Del Sur
  • Laufzeit: 48 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Schon mal von Reflection gehört? Sagt einem der Name Leo Stivala (Gesang) etwas? Auch Namen wie Stathis Pavlantis (Gitarre), John Litinakis (Bass), Iraklis Loukakis (Keyboards) und George Pavlantis (Schlagzeug) klingen nicht bekannter. Aber Tatsache ist, dass die griechischen Hardrocker nun schon seit 17 Jahren Teil der hellenischen Rockszene sind. Da kommt es einem nicht mehr ganz so seltsam vor, wenn die fünf starken Männer wieder mal versuchen wollen, auch außerhalb ihres Heimatlandes Hörer zu beglücken. Die südeuropäischen Wurzeln versprechen ja Abwechslung vom typischen Klang der skandinavischen Meister des Metal.

Tatsächlich lässt das Intro „Entering The Sea…“ mehr als nur einen Hauch an griechischem Flair durchsickern, aber wer sich zu viel erhofft, wird gleich mit „Mistress Of The Sea“ ausgebremst. Das ist eingängiger Mid-Tempo-Hardrock, der nur vom Schlagzeug her und dem ein oder anderen Riff an das oft zitierte „Doom“. Vergleicht man Reflection mit einer Band wie Isis klingt das hier geradezu weichgespült. Ist es natürlich nicht. Das ist solider Rock, der immer wieder eine Spur zu homogen ist, aber mitunter mit tollen Ideen des Keyboardes gespickt ist und ein paar sehr feine Riffs vorweisen kann. Die Schwächen zeigen sich aber ebenso schnell, wenn spätestens nach „When Shadows Fall“ sich Stivalas Stimme zwar stimmungsvoll passend, aber zumeist gleich anhört. So sieht es dann auch mit dem Gesamtbild einiger Songs aus, die wie erwähnt zu sehr aus einem Guss scheinen.

Da ist zwar immer wieder ein Song, der sich herauszuheben versteht („Serpent’s Eye“), aber insgesamt ist das zu wenig. Fans des Genres sind garantiert gut bedient, aber es ist wahrscheinlicher, dass man sich eines der Lieder gönnt, anstatt die gesamte LP anzuhören. Dass ihre Kompositionen Stoff für mehr hergeben, als diese etwas eintönige Platte zeigt die nette Idee der orchestralen Version von „Mistress Of Sea“. Klingt zwar noch ein wenig zu synthetisch und man hätte auch mal ein richtiges Orchester verpflichten können. Trotzdem eine schöne Abwechslung, die in den Gesangspassagen des Sängers wieder deutlich macht, dass sein Stimmorgan nur Durchschnitt ist.

Anspieltipps:

  • Mistress Of Sea
  • Serpent’s Eye
  • When Shadows Fall

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