Oryon - Bounce - Cover
Große Ansicht

Oryon Bounce


  • Label: AGR Television/Universal
  • Laufzeit: 48 Minuten
Artikel teilen:
2/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Model, Schauspieler, Reality-TV-Star, Agentur-Chef und Independent-Musiker – langweilig wird es Craig Damon alias Oryon ganz bestimmt nicht. Jetzt veröffentlicht der 26-Jährige nach vier in den USA im Eigenvertrieb erschienenen CDs mit „Bounce“ erstmals ein Album in Europa, für das zum Glück ein relativ neutrales herangezogen wurde. Denn Oryon zeigt sich als Ex-Model gerne und oft nackt bzw. in typischen Model-Posen. Das kann sich Herr Damon bei seinem durchtrainierten Körper natürlich leisten, hinerlässt aber einen befremdenden Eindruck.

Einen zwiespältigen Eindruck liefert auch der mehrheitlich zweitklassige musikalische Gemischtwarenladen, den Oryon auf „Bounce“ präsentiert. Mit einer willkürlichen Mischung aus Pop („I will“), Dance („Rockstar“), Herzschmerzballaden („So close”) und etwas Pseudo-Rock („Until forever’s gone“) unterbietet er jedes noch so schlechte Boygroup-Album ohne Mühe. Zu den schlimmsten Ausrutschern auf „Bounce“ zählen Songs wie „Naked“ (klingt wie ein Dance-Remix von Modern Talking) und „The hell with you“, der sich schamlos an den Harmonien von Beyoncés „Bonnie & Clyde ’03“ bedient.

Aber dieses Abkupfern macht sogar Sinn, denn im Prinzip klingt alles auf „Bounce“ wie ein billiger Abklatsch erfolgreicher Vorlagen, die hier munter zusammengewürfelt und mit einer niveaulosen Produktion zusammengeschustert wurden. Das sich so was in den USA verkauft, liegt ganz sicher nicht an der Musik, sondern an einem omnipräsenten Medienmenschen, der bei jungen Mädchen und der Gay-Community einen dicken Stein im Brett hat.

Anspieltipps:

  • I will
  • Fallen
  • The hell with you
  • Until forever’s gone

Neue Kritiken im Genre „Pop“
8/10

Sweet Sweet Silent
  • 2017    
Diskutiere über „Oryon“
comments powered by Disqus