Donavon Frankenreiter - Pass It Around - Cover
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Donavon Frankenreiter Pass It Around


  • Label: Lost Highway/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Donavon Frankenreiter ist ein guter Kumpel von Jack Johnson. Und genau wie Johnson ist Frankenreiter ehemaliger Profi-Surfer und hauptberuflich das, was man auf deutsch so schön Liedermacher nennt. Auch wenn der 35-Jährige mit seinem zweiten Album „Move By Yourself“ (2006) das Label seines Förderers verlassen hat und seine Platten nun via Lost Highway Records veröffentlicht, praktiziert der Sänger mit der angerauten Stimme weiterhin die gleiche Art von Musik wie Mr. Johnson: Harmlosen Singer/Songwriter-Folkpop, der nicht groß stört und niemanden weh tut.

Weitere elf Beispiele für Donavon Frankenreiters niedliche Art Musik zu schreiben und darzubieten, finden sich auf seinem neuen, dem dritten Studioalbum „Pass It Around“ wieder. Darauf kommt der überzeugte Oberlippenbartträger mit einer für Kenner interessanten Gästeliste daher. Sie besteht aus Grant Lee Phillips, G. Love, Daniel Tashian und Ben Harper. Doch die Herrschaften, die sich auch am Songwriting beteiligten, nehmen nicht wirklich Einfluss auf die Stilistik des Songschreibers. Es ist und bleibt maximal ganz nett, wenn man sich einem Album von Donavon Frankenreiter widmet. Man merkt zwar, dass die Songs sofort ins Ohr gehen sollen und eine deutlich höhere Dynamik ausstrahlen als auf den früheren Werken (z.B. „Too much water“), aber die gewohnte Gemütlichkeit kann und will Frankenreiter nicht abstreifen.

Auch wenn Donavon Frankenreiter „Pass It Around“ zu seinem wichtigsten Album erklärt, stehen gute Laune und Entspannung im Vordergrund. Stress und Hektik haben auch heuer keine Chance. Und so unternimmt Frankenreiter erst gar nicht den Versuch, Experimente zu machen oder krampfhaft einen Hit aus den Ärmeln zu schütteln. Es reicht schon, wenn er in aller Seelenruhe ein paar Mariachi-Bläser in „Your heart“ einbaut, in „Come together“ eine atmosphärische Hammond Orgel aufspielt oder Grant Lee Phillips mit der Mundharmonika ein Stelldichein hat („Sing a song“).

Relaxter geht’s nimmer. Und das ist auch gut so. Denn wie bei seinem Seelenverwandten Jack Johnson weiß auch der potenzielle Frankenreiter-Käufer schon im Vorfeld, wie ein neues Album klingt. Für stressgeplagte Zeitgenossen gibt es fast nichts Schöneres.

Anspieltipps:

  • Come together
  • Too much water
  • Someone’s something
  • Mansions on the sand
  • Life, love and laughter

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