The Trews - No Time For Later - Cover
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The Trews No Time For Later


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 49 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Das kanadische Alternative Rock-Gespann The Trews ist zurück und wer glaubt, dass sich Colin MacDonald (Gesang, Gitarre) John-Angus MacDonald (Gitarre), Jack Syperek (Bass) und Sean Dalton (Schlagzeug) nach der Veröffentlichung von „Den of thieves“ im April letzten Jahres nicht genug Zeit genommen haben, der irrt. Schließlich gab es den Vorgänger bereits seit August 2005 in Kanada zu erstehen, der 2 Jahre nach dem Debüt „House of ill fame“ (08/2003) das Licht der Musikläden in ihrem Heimatland erblicken durfte. Von einem Schnellschuss kann also bei weitem nicht die Rede sein, noch dazu wenn die Gold-veredelten Kanadier die längste Veröffentlichungspause ihrer Karriere vollzogen haben.

Beim Material, das einem auf „No time for later“ entgegenschlägt, wäre eine derartige Annahme auch hanebüchen gewesen, denn The Trews stehen weiterhin für bodenständigen, ehrlichen und qualitätsbetonten Rock, der kaum Ausfallserscheinungen bietet. Angefangen bei den treffsicheren Melodien, die der Vierer in die drei Eröffnungsstücke „No time for later“, „Dark highway“ und „Be love“ mit Handclaps, kleinen Riffpatterns und dem rhythmusbetonten Schlagzeugspiel von Dalton einbaut, über nachdenklich stimmende Stücke („I feel the rain“, „Man of two minds“, „Gun control“, „End of the line“), welche Streicher und Country-Elemente einbeziehen, bis hin zu lautstark agierenden Feelgood-Tracks („Paranoid freak“, „Can´t stop laughing“, „Hold me in your arms“), die lediglich das Klangspektrum des Rock-Acts erweitern ohne gleich auf die Charts zu zielen, beweisen MacDonald & Co. ein extrem sicheres Gespür für gehaltvolle Musik.

Doch: Wo gehobelt wird, da fallen Späne und so hinkt „Will you wash away“ den ansonsten eindringlichen Melodien durch eine etwas zahme Darbietung hinten nach, „Burning wheels“ gebärdet sich zwar als harter Rock´n´Roll in Reinkultur, fällt damit aber eher aus dem Konzept und kann auch sonst nicht mit der Qualität der restlichen Songs mithalten, während der Abschluss „Ocean´s end“ anfangs zu gefallen weiß, gegen Ende aber in eine ziellose, 2 ½ Minuten lange Jamsession mündet, die dem Track mehr schadet als den Flair einer Live-Aufnahme zu atmen. Damit können wir aber eindeutig leben, denn drei etwas schwächere Songs von ganzen dreizehn ist eine verdammt gute Ausbeute.

Anspieltipps:

  • Be Love
  • Gun Control
  • Paranoid Freak
  • Can´t Stop Laughing
  • Hold Me In Your Arms
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