Sister Sin - Switchblade Serenades - Cover
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Sister Sin Switchblade Serenades


  • Label: Metal Heaven
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Jahr ist noch nicht vorüber und schon ist die nächste Genrekreation am Heranrollen. Das schwedische Metal-Pendant zu Bands wie Mötley Crüe oder Motörhead, bzw. diversen anderen Glam Rock und Heavy Metal-Truppen, die es gerne etwas „sleaze“ angehen ließen oder noch lassen, tauft sich auf den Namen Sister Sin und würde gerne den Begriff Street Metal etablieren. Und weiter? Dass weiß das eigene Label selber nicht und lässt den wissensdurstigen Rezensenten sprichwörtlich im Trockenen stehen. Okay, „Switchblade serenades“ ist eine ziemlich rasante Angelegenheit und die Mitglieder geben einen feuchten Dreck auf gar nichts (im Original nennen sie das: „bound to absolutely nothing lifestyle“), aber warum das jetzt Straßenmetall genannt werden muss, kann mir der beigelegte Zettel in A5 nicht erklären.

Die Musik allerdings auch nicht, die sich wie schon eingangs erwähnt an den harten und ungebundenen Rock der 80er bis Mitte der 90er orientiert und dabei gar keine schlechte Figur macht. Sängerin Liv und ihre drei Spielkameraden Jimmy (Gitarre), Chris (Bass) und Dave (Schlagzeug) haben jedenfalls ihre Arbeit gemacht und schmeißen mit griffigen Songs und einer arschtretenden Produktion von Tobias Lindell, der neben Pop-Kameraden wie den A*Teens und Brosis auch metallische Schwergewichte wie One Man Army oder Mustasch betreut hat, nur so um sich. Nach kurzem Vinyl-Geknister legen die Vier los und jagen ihre Verstärker ans Limit.

Dieser Bleifuß führt zwar nicht ausschließlich zu einer tollen Nummer, aber durch einige Groove-Passagen und nette Ideen kommt schnell gute Laune auf, die allerdings immer wieder von halbgarem Füllmaterial besänftigt wird. Trotzdem ist eines sicher: Sister Sin geben sich Mühe, auch wenn mal ein öder Quatsch wie „On parole“ dabei raus kommt. Mit dem Motörhead-Cover „Make my day“ und den zwei fulminanten Brechern „One out of ten“ und „Love/Hate“ zeigen die Schweden jedenfalls, dass bei etwas abwechslungsreicherem Songwriting eine tolle Platte entstehen kann. Derzeit klappern nämlich zwei Drittel der Stücke nach dem gleichen Schema und mit ähnlichem Klangbild aus den Boxen. Wollen wir hoffen, dass die Band diese Meinung teilt, ansonsten dürfte sie mit einer erneuten Vorstellung wie dieser bald wieder im Untergrund verschwinden.

Anspieltipps:

  • Love/Hate
  • Make My Day
  • One Out Of Ten
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