Driver - Sons Of Thunder - Cover
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Driver Sons Of Thunder


  • Label: Metal Heaven
  • Laufzeit: 52 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf was für grandiose Einfälle die findigen Herrschaften im Rockmusikbusiness aber auch immer kommen. Da nimmt eine Band namens Driver Anfang der 90er ein 5-Track Kassettendemo auf, das (Vorsicht: Sarkasmus!) so toll ist, dass sich kein Label dafür findet (anders lässt es sich schließlich nicht erklären wieso die Truppe damals auf dem Höhepunkt des Melodic Heavy Rock-Booms mit den (laut ihrer jetzigen Plattenfirma) anscheinend richtigen Zutaten keine Unterschrift unter einen Vertrag setzen durften) und nicht ganz 20 Jahre später schließen sich die zwei Hauptprotagonisten hinter dem ehemaligen Projekt wieder zusammen um doch noch das Debüt zu veröffentlichen. Wie schön!

Soviel also zur Ausgangslage von „Sons of thunder“. Die Verantwortlichen dahinter sind Rob Rock (Gesang), Roy Z (Gitarre), Aaron Samson (Bass), Ed Roth (Keyboard) und Reynold Carlson (Schlagzeug) und damit keine gänzlich Unbekannten im Sektor, wie man vielleicht zuerst vermuten möchte. Als Produzent von Acts wie Sebastian Bach, Bruce Dickinson, Judas Priest oder Helloween ist Roy Ramirez alias Roy Z sicher der Bekannteste, auch wenn Rob Rock mit seinen stimmlichen Qualitäten für viele sicher einer der ausschlaggebenderen Gründe ist, wieso dem nun erschienenen Erstling von Driver ein Ohr gewidmet werden sollte.

Dummerweise lässt sich gleich konstatieren, dass trotz eines angepassten modernen Klangbildes, die Produktion von „Sons of thunder“ keineswegs zeitgemäße Ausmaße annimmt. Seltsam, wenn mit Mr. Ramirez der hauseigene Produzent beteiligt ist. Das Schlagzeug klingt dünn, die Gitarren bleiben oft im Hintergrund verschollen und gerade einmal „The voice of Melodic Metal“, Herr Rock, wird stets gewinnbringend ausgeleuchtet. Wäre an und für sich ja nicht weiter schlimm, doch leider haben die fünf Herrschaften musikalisch rein gar nichts zum Genre beizutragen, trampeln auf ausgetretenen Pfaden umher, verheddern sich in klischeebehaftete Texte, reimen „Way“ auf „Away“ und folgen streng dem Strophe – Refrain – Strophe – Bridge mit Solo – Refrain – Schema, was nett ausgedrückt nach ein paar Songs ziemlich auf den Sack geht, noch dazu wenn die Plattenfirma ihre Promo-CD zerstückelt versendet hat, acht von zwölf Songs spätestens nach der zweiten Strophe enden und das während gerade ein furioses Gitarrensolo aus den Saiten geschmettert wird. Fazit: So nicht, meine Herren!

Anspieltipps:

  • Never Give Up
  • Tears That I Cry
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