Foreigner - No End In Sight: The Very Best Of Foreigner - Cover
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Foreigner No End In Sight: The Very Best Of Foreigner


  • Label: Rhino/WEA
  • Laufzeit: 122 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Rockmusik für Erwachsene. Wie schön. Auch an diese Altersgruppe wird in der Musikbranche gedacht. Vertreter dieses als „AOR“ betitelten Genres sind Bands wie Boston, Journey, Toto, REO Speedwagon und natürlich Foreigner.

Foreigner entstanden 1976 in New York und schon mit ihrem selbstbetiteltem Debütalbum, ein Jahr nach ihrer Gründung, landete die Band in den USA einen Top-5-Hit mit über vier Millionen verkauften Einheiten. In Europa schafften Foreigner mit dem Album „4“ (1981) den Durchbruch. Verantwortlich dafür waren die Singleauskopplungen „Juke box hero“, „Waiting for a girl like you“ und „Urgent“, die es zum Teil bis in die Top 10 einzelner Länder-Charts brachten.

Danach wurden die Abstände zwischen den Studioalben immer größer und auch der kommerzielle Erfolg ließ nach. Die Bandleader Lou Gramm und Mick Jones versuchten sich zunehmend als Solokünstler, so dass zwischen 1977 und 1995 („Mr. Moonlight“) lediglich acht Alben entstanden. Inzwischen ist von der Urformation nur noch Gitarrist Mick Jones übrig, was den 63-Jährigen nicht davon abhält, weiterhin unter dem Banner Foreigner zu touren. Die Plattenfirma macht sich derweil die Freude, reichlich und oft neue Compilations aus dem Hause Foreigner auf den Markt zu schmeißen. Doch selbst wenn diese, wie die jüngst vorgelegte „No End In Sight: The Very Best Of Foreigner“ zwei unveröffentlichte Songs präsentiert, ist diese Veröffentlichungspolitik überflüssig wie ein Kropf.

Das Doppelalbum bietet dem geneigten Hörer zwei Stunden Spielzeit mit 32 Songs aus allen Foreigner-Studioalben (inkl. drei Live-Songs) von den 70er bis in die 90er Jahre. Es darf also behauptet werden, dass zumindest Entdecker auf ihre Kosten kommen und die Band Foreigner rundum kennen lernen. Für Fans ist „No End In Sight“ freilich kein Werk von Bedeutung. Zwei unveröffentlichte Tracks („Too late“ und die Live-Version von „Say you will“ stellen da einfach kein vernünftiges Angebot dar, das man unbedingt annehmen muss. Das ändert aber nichts daran, dass Foreigner mindestens auf ihren ersten vier Alben zum Besten gehörten, was erwachsene Rockmusik Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger ausgemacht hat.

Anspieltipps:

  • Urgent
  • Starrider
  • Cold as ice
  • Say you will
  • Hot blooded
  • Waiting for a girl like you
  • I want to know what love is
  • Juke box hero / Whole lotta love (Live)

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