James Yorkston - When The Haar Rolls In - Cover
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James Yorkston When The Haar Rolls In


  • Label: Domino Records
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Das vierte Studioalbum von James Yorkston erzählt mit ruhiger Stimme von Geister jagenden Hunden, vom Steinewerfen nach Elstern oder auch dem betrunkenen Aufwachen in fremder Umgebung.

„When The Haar Rolls In“, das vierte Studioalbum von James Yorkston, erzählt mit ruhiger Stimme von Geister jagenden Hunden, vom Steinewerfen nach Elstern oder auch dem betrunkenen Aufwachen in fremder Umgebung. Ganz viel Liebe enthält diese Platte, und wie das Presseinfo richtig anmerkt, klingt das alles besser, als es sich liest. Verträumter, bedrückender Folk für die ganze Welt und das Kaminfeuer zuhause.

James Yorkston setzt seine Songs u.a. aus Kesselpauke, Klarinette, Vibraphon, Geige, Konzertina, Bass, Klavier, Mandoline, Busuki, Banjo und sogar Weingläsern zusammen und verleiht ihnen damit gleichermaßen Tiefe und Wärme. Absolutes Highlight ist dabei die großartige Coverversion von Lal Watersons „Midnight Feast“: Dieser einzigartig intensive, klagende, aufwühlende Chor ergreift auf selten vernommene Weise und vermag es, eine dieser schwarzen Nächte zu retten. James Yorkston kann sowohl flüstern als auch in der Masse hinreißen und sorgt damit für diese seltsam-großen Momente, die man in einem solch zerbrechlichen Album zu finden hofft. Wunderbar!

Freilich vermag es „When The Haar Rolls In“ nicht, über die volle Distanz in gleicher Weise zu packen. Streckenweise gibt sich James Yorkston schüchtern und gewöhnlich, nur um im nächsten Augenblick nach dem Herzen zu greifen. „Temptation“ ist so ein Kandidat: Vielleicht möchte man ihm nicht auf Anhieb verfallen, vielleicht tut man ihn auch einfach nur als einen dieser langweiligen, spröden Geschichtenerzähler ab. Aber die Versuchung ist real.

Anspieltipps:

  • Temptation
  • Queen Of Spain
  • Midnight Feast

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