Loving The Sun - The Other Side Of The World - Cover
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Loving The Sun The Other Side Of The World


  • Label: Nea Music/Pängg
  • Laufzeit: 66 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Obwohl die Gesamtdauer von „The Other Side Of The World“ mit über einer Stunde recht lang ausgefallen ist, schafft die Band es wieder einmal, keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Das Münsteraner Duo Loving The Sun gibt sich nun mit dem dritten Album „The Other Side Of The World“ die Ehre und zeigt, wie großartig sich die Musik von Joe Weninghoff und die Texte/Vocals von Christina Pollmann entwickelt haben. Es ist vor allem die qualitativ hohe Beständigkeit und Selbstsicherheit, die Loving The Sun mit ihrer eigenwilligen Mixtur aus Ambient, psychedelischen Klanglandschaften und ruhigem Pop immer weiter verfeinern und an ihr festhalten, obwohl sie zu Unrecht kaum die Öffentlichkeit bekommen, die ihnen zusteht. Mit der Erfahrung aus anderen Projekten hat das Duo es nicht nötig, jemandem etwas zu beweisen. Stattdessen regiert eine anspruchsvolle Musikalität und vor allem, eine entrückte Atmosphäre, in der man sich drehen und wenden kann, doch einen stets garniert mit Percussions und Flöten umgarnt.

Diese feingliedrige Instrumentierung wird unterstützt von Raphael Steinbach und Johannes Schneider, wobei letzterer auch als Co-Produzent fungierte, die Hauptproduktion jedoch von Joe Weninghoff im Zeitraum von Februar 2007 bis April 2008 selbst übernommen wurde. Wie schon von den vorigen Alben bekannt, ist Andrea Heukamp (von den Achtziger-Heroen The House Of Love) für die Backing Vocals zuständig. Das ergibt ein eingespieltes Team, welches uns für gut eine Stunde in eine Traumlandschaft entführt, deren Suchtpotential beachtlich ist. Angefangen beim countryesken, lieblich mitreißenden Opener „Save That All“ und „Moonshine Of My Life“, welches dank prägnanter Drumloops und einer unheilvoll mystischen, über den Song hereinbrechenden E-Gitarre samt melodischer Soli für eine dichte Atmosphäre sorgt, gehen die Songs mal bedächtig, mal aufrüttelnd sphärische Wege, die gefühlvolle Intensität versprechen.

Obwohl die Gesamtdauer von „The Other Side Of The World“ mit über einer Stunde recht lang ausgefallen ist, schaffen es Loving The Sun wieder einmal, keine Langeweile aufkommen zu lassen, sondern reißen den Hörer bis zum letzten Ton mit. Die abwechslungsreiche instrumentale Seite, beispielsweise der Flöten-Part beim Titeltrack und die elektronische Komponente in „Time“, und der tief berührende Gesang von Christina Pollmann lassen durchweg aufhorchen, so dass diese Gefühlsreise immer wieder hohe Wellen schlägt. Man kann genügend einzelne Tracks herausgreifen, doch damit wird man diesem Werk niemals gerecht. Es ist die Gesamtheit, die einen gefangen nimmt und in der man verweilen möchte, bis zum nächsten Longplayer der Formation und ihrer nicht zu vernachlässigenden Gäste.

Anspieltipps:

  • Moonshine Of My Life
  • The Other Side Of The World
  • Life, Light As A Feather
  • Changes

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