Anima - The Daily Grind - Cover
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Anima The Daily Grind


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 33 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Neun Songs in gerade mal etwas mehr als einer halben Stunde und das Trommelfell besteht nur noch aus Fetzen. Dankeschön, Anima! Das brutale Ungetüm „The daily grind“ jagt jedenfalls mit einem Tempo aus den Boxen, dass ich mir vorstellen kann von einem ICE in voller Fahrt gerammt zu werden etwas weniger schmerzhaft sein dürfte. Leider war das auch schon alles, was Robert Horn (Gesang), Steven Holl (Gitarre), André Steinmann (Gitarre), Justin Schüler (Bass) und Benjamin Kühnemund (Schlagzeug) zu bieten haben.

Stets die stilistische Schublade Deathcore im Auge knallen, walzen und prügeln sich Anima nämlich durch einen tosenden Orkan aus Blastbeat-Attacken, bitterbösen Growls, keifenden Schreien und Riff-Explosionen der technisch versierten Art. Dumm nur, dass das schon 5.259 Bands vor ihnen gemacht haben und „The daily grind“ dadurch an Eigenständigkeit und Relevanz verliert. Dabei handelt es sich beim zweiten Machwerk (das Debüt hörte auf den Namen „Souls of the decedents“ und erschien 2006 beim Indie-Label All Life Ends Records) der fünf Deutschen um einen anständig produzierten Hassprügel, der vor allem für Fans von The Black Dahlia Murder, Job For A Cowboy oder Whitechapel interessant sein dürfte.

Was die Truppe allerdings von den genannten Bands unterscheidet ist fehlendes Gleichgewicht im Aufbau der einzelnen Songs. Ständig blasen die Gitarren zum Angriff, Drummer Benjamin kontert mit unbarmherziger Behandlung seiner Felle und Shouter Robert mischt sich kreischend und grunzend darunter. Einzelne Stücke sind kaum hervorzuheben und verlieren dadurch an Wiedererkennungswert, sowie die sporadisch eingestreuten, walzenden Midtempo-Einlagen ebenfalls kaum für Abwechslung sorgen, sodass einem selbst die dürftige halbe Stunde viel zu lang vorkommt. Geht vielleicht mal etwas vom Gas, Jungs. Das könnte unter Umständen helfen!

Anspieltipps:

  • Dismembered
  • Sitting In The Wardrobe
  • A Wrong Person To Trust In

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