Five O´Clock Heroes - Speak Your Language - Cover
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Five O´Clock Heroes Speak Your Language


  • Label: Glaze Records
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Dass BritPop nicht zwingend von Musikern aus Großbritannien stammen muss, bewiesen in der Vergangenheit bereits namenhafte Bands wie The Killers. Auch wenn der Gesang bei den Five O’Clock Heroes einen britischen Akzent nicht leugnen kann, so sind doch zwei der vier Herren amerikanischer Herkunft. Diese ungewöhnliche Formation konnte nur deshalb entstehen, weil Frontmann Antony Ellis, der eigentlich in der englischen Stadt Northampton aufwuchs, vor einigen Jahren auszog, um - wie sein großer Bruder zuvor - nach New York zu gehen.

Dort fand Ellis schon bald andere Musiker, mit denen er sich fortan zum Proben traf. Neben dem Gitarristen Elliott Thompson, zupfte Nader Khierbek den Bass. Die Suche nach einem geeigneten Drummer fand erst Jahre später ein Ende, als die drei Freunde bei einem Besuch in England Sam Embery begegneten und damit zudem einen gerechten Nationalitätenausgleich innerhalb der Band erreichten. Länderunterschiede hin oder her, musikalisch betrachtet, ziehen das Quartett am selben Strang. Nach dem Debüt „Bends to Breaks“, aus dem Jahr 2007, legen die Five O’Clock Heroes mit „Speak Your Language“ nach.

Der Gesang von Antony Ellis ist gekennzeichnet durch einen bemerkenswert angenehmen Klang Die Grundtiefe seiner Stimme trägt die Songs und verleiht ihnen eine ganz tolle, individuelle Dynamik. Doch ehe Ellis sein „Instrument“ zum klingen bringt, leitet ein sehr stark an Franz Ferdinand angelehntes Vorspiel, den Opener „Judas“ ein. Sommerlich leicht - vielleicht erinnert es gerade deshalb so sehr an Albert Hammond Jr. - ist „New York Chniese Laundry“ ein potentieller Anwärter für die nächste Singleauskopplung. Die erste Veröffentlichung aus dem Album folgt unmittelbar und ist ein Duett mit dem Model Agyness Deyn. Rockmusiker und Models; auch hier ließen sich jetzt leicht Vergleiche ziehen, doch irgendwann ist es auch mal gut. Außerdem ist „Who“ ein charmanter, leiser Song, der für sich spricht.

Was das Album so abwechslungsreich macht, sind die vielen verschiedenen Stile, die jeder Einzelne der Five O’Clock Heroes mit in die Musik bringt. Neben der bereits erwähnten BritPop-Lastigkeit, die auch vorherrschend ist, mischen sich auch Einflüsse, wie Country („Alice“) oder Reggae („Don’t say don’t“) in die Musik der Helden. „Speak Your Language“ verdient zweifellos das Prädikat „hörenswert“, da es dreizehn leichtfüßige Pop-Rock-Melodien beinhaltet, die sowohl in England, Amerika, als auch überall sonst funktionieren dürften.

Anspieltipps:

  • New York Chinese Laundry
  • Who
  • Trust
  • Happy Together

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