Robin Thicke - Something Else - Cover
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Robin Thicke Something Else


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Mister Thicke möchte dem Hörer den altmodisch angehauchten Soul und R&B wieder näher bringen.

Seitdem Robin Thicke von Pharrell Williams, einer der bekanntesten Black Music-Produzenten, unter die Fittiche genommen wurde, läuft die Erfolgsmaschine auf Hochtouren. Das letzte Werk „The Evolution Of Robin Thicke“ ließ Thicke weit nach oben auf der Erfolgsleiter klettern. Auch beim neuerlichen Album mischt Mister Williams mit, doch Robin Thicke schreibt schon auch noch selbst an seinen Songs. Mister Thicke möchte den eher altmodisch angehauchten Soul und R&B dem Hörer wieder näher bringen.

Er beherrscht ein ziemlich hohes Falsett und zusätzlich Gesang in „normaler“ soulgetränkter Stimmlage. Es ist heute immer noch ungewöhnlich, wenn Soulmusik von einem „Nicht-Farbigen“ dargeboten wird, aber mittlerweile bestimmt eben nicht mehr die Hautfarbe den Musikstil, sondern die musikalischen Einflüsse und die natürliche Stimmfarbe geben die Richtung vor.

Was hat also Robin Thickes CD zu bieten? Auffällig ist bei den Tracks die Verwendung von Bläsern, die immer auftauchen, um den nötigen altmodischen Soultouch zu erreichen, z.B. bei „Magic“. Einige Balladen - man nehme „Cry No More“ - werden gereicht, die sehr schön klingen, aber nicht dauerhaft im Ohr bleiben. Dann gibt es schwungvolle Songs wie „Shadow of Doubt“ oder „Magic“, die beweisen wie locker und leicht Thicke „Soul meets R&B“-Perlen aus dem Ärmel schüttelt. Robin Thicke gehört schon zu den Besseren im R&B-Lager, das scheint klar. Doch sollte man nicht erwarten, dass er musikalische Wunderdinge vollbringen kann, denn einen Klassiker schafft er leider nicht.

Es gelingt ihm nicht, seine zweifellos vorhandenen Qualitäten auf Albumlänge überzeugend durchzuziehen, zu sehr schielt das Erfolgsduo Thicke/Williams auf die Radiotauglichkeit. Die beiden komponieren eingängige Arrangements, wohin das Ohr auch hört, das ist nicht abzustreiten, musikalisch erblickt aber nichts Überraschendes das Licht der Welt. Angenehme Black Music-Unterhaltung garantiert Thicke, doch eine lange Haltbarkeit besitzen leider recht wenige Tracks.

Anspieltipps:

  • Magic
  • Sweetest Love
  • Shadow of Doubt

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