Julian Dawson - Deep Rain - Cover
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Julian Dawson Deep Rain


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Der englische Singer- und Songwriter Julian Dawson (54) ist seit Anfang der 80er Jahre als Platten veröffentlichender Künstler unterwegs, konnte in den 90er Jahren einen Majorvertrag sein Eigen nennen und ist inzwischen beim deutschen Label Blue Rose Records angekommen. Damit hat er eine adäquate Heimat gefunden, denn die Baden-Württembergische Plattenfirma ist seit vielen Jahren auf alles rund um Americana, Country, Singer/Songwriter und Folk spezialisiert und genau in diese Schiene passt Dawsons neue Platte „Deep Rain“ ganz hervorragend.

Zur Produktion seines neuen Albums hat sich Dawson nach langer Zeit mal wieder nach Nashville in den USA begeben und den Songwriter, Produzenten und Sound-Ingenieur Dan Penn (Solomon Burke, Aretha Franklin, Box Tops, Eddie Hinton) als kongenialen Partner verpflichtet. Entstanden ist ein warm und entspannt klingendes Album im Spannungsfeld zwischen Country und Songwriter-Pop, das im Keller von Dan Penn live auf richtig alten Instrumenten mit einer 16-Spur-Maschine aufgenommen wurde. Begleitet wird Julian Dawson dabei von einer wahren Nashville-All-Star-Truppe, darunter Steve Allen an der Gitarre (Josh Rouse, Steve Forbert) sowie die Keyboarder Bill Livsey und John Deaderick (Allison Moorer, Michael McDonald).

Sechs alte Männer mit ausgehendem Haupthaar musizieren in einem Kellerstudio in Nashville. Ruft man sich dieses Bild vor Augen, sind die imaginären musikalischen Claim bereits abgesteckt: Die Hammond Orgel perlt, ein Mix aus akustischen und elektrischen Gitarren erklingt, Schlagzeug und Bass tasten sich behutsam voran und darüber schwebt die sanfte Stimme von Julian Dawson – wenn er mal nicht zu seinem Lieblingsinstrument, der Mundharmonika, greift. Ohne Hektik fließen die Songs dahin und streifen ausgiebig die traditionellen Roots des amerikanischen Songwritings. Da passt es dann auch, wenn mit „What becomes of the brokenhearted“ ein Motown-Klassiker gecovert wird. Schließlich hatte Dan Penn schon vor Jahren eine Vision, die jetzt mehr oder weniger zur Realität geworden ist „Let’s make a country record with a bald guy from England and a soul producer – that will fuck them eup!“.

Anspieltipps:

  • Deep rain
  • Girl Friday
  • Keys to the kingdom of love
  • What becomes of the brokenhearted
  • That’s why god made saturday night

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