Lady Gaga - The Fame - Cover
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The Fame


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 46 Minuten
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Lady Gaga bietet mit den 13 Tracks auf „The Fame“ frisches Futter für den Dancefloor, zu dem sich unbeschwert abtanzen lässt.

Was in ist und was nicht, bestimmen inzwischen Internet-Blogger wie Mario Armando Lavandeira Jr. (30) alias Perez Hilton. Dieser sagt, dass die 22jährige Stefani Germanotta mit dem reichlich bekloppten Künstlernamen „Lady Gaga“ das nächste große Ding in Sachen Popmusik wird. Und damit könnte er recht haben, denn die Sängerin und Komponistin (u.a. für Britney Spears und die Pussycat Dolls) mit den italienischen Wurzeln stößt mit ihrem Debütalbum „The Fame“ exakt in die derzeit angesagte Dance-Pop-Welle im Fahrwasser von Katy Perry, Ashlee Simpson und Gwen Stefani.

Dabei fällt auf, dass die in Manhattan, New York (in wohlsituierten Verhältnissen) aufgewachsene Musikerin nicht auf simplen Pop setzt, sondern mit einer Mischung aus Glam, Electro, Disco und Rock einen tanzbaren Cocktail anrührt, der durchaus Risiken birgt. Man soll seine Hörer schließlich nicht überfordern. Aber wer in seiner Jugend von David Bowie und Queen (daher auch der Künstlername, remember „Radio Gaga“?) inspiriert wurde, kann wohl nicht anders.

Genau dort, wo Madonna heute unglaubwürdig und anbiedernd wirkt, setzt Lady Gaga an. Sie produziert ungezwungenen Dance-Pop mit modernen Beats, ohne die Pharrells und Timbalands dieser Welt ins Studio zu locken. Diesen Part übernehmen – wesentlich günstiger aber nicht minder innovativ – u.a. der marokkanisch-schwedische Songwriter und Produzent RedOne (Kat Deluna, Shakira, New Kids On The Block, Robyn) sowie der Interscope-Chef-A&R Martin Kierszenbaum (t.A.T.u, Flipsyde, AI). Mit diesem Team gelangen eingängige Tracks wie die erste Single „Just dance“, „Paparazzi“ und „Boys boys boys“, das als Antwort auf Mötley Crües „Girls girls girls“ verstanden werden soll.

Thematisch geht es, wie für Dance-Alben üblich, ziemlich oberflächlich zur Sache. Aber wer wie Lady Gaga mit den Hilton-Schwestern Nicky und Paris zur Schule gegangen ist, hat natürlich ein Füllhorn interessanter Themen auf Lager, die sich wunderbar in locker-flockigen Dancefloor-Fillern wie „Beautiful, dirty, rich“, „Money honey“ und „The fame“ umsetzen lassen. Dazu gibt es ein paar charmant-trashige Euro-Popsongs wie „Eh, eh (Nothing else I can say)“ und „Poker face“ sowie seichte Lovesongs wie „Brown eyes“. Der Bonus Track „I like it rough” verrät zudem, warum Britney Spears die 22-Jährige beauftragt hat, an den Songs ihres kommenden Albums mitzuarbeiten. Hier hört man im Mittelteil deutliche Parallelen zu Britneys „Piece of me” heraus.

Lady Gaga bietet mit den 13 Tracks auf „The Fame“ frisches Futter für den Dancefloor, zu dem sich unbeschwert abtanzen lässt. Die Songs pendeln zwischen hitverdächtigem Radiofutter, trashigen Nummern und modernen Club-Sounds, die nicht nur in der Dance-Szene garantiert für viel Spaß sorgen werden.

Anspieltipps:

  • Paparazzi
  • Again again
  • Money honey
  • I like it rough
  • Boys boys boys
  • Beautiful, dirty, rich

Dieser Artikel ging am um 12:34 Uhr online.
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  • 2014    
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