Katie Melua - The Katie Melua Collection - Cover
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Katie Melua The Katie Melua Collection


  • Label: Dramatico/Rough Trade
  • Laufzeit: 62 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach drei äußerst erfolgreichen Studioalben, bringt das Label der 24-Jährigen die erste Werkschau in der noch jungen Karriere der britisch-georgischen Sängerin auf den Markt.

Heute sind es noch exakt zwei Monate bis Weihnachten. Höchste Zeit also, das alljährliche Geschäft mit teuren Box-Sets, „Best Of“-, „Greatest Hits“- und „Live“-Alben einzuläuten. Nicht zu vergessen, dass spätestens seit Anfang Oktober eine hochkarätige Studioalbum-Veröffentlichung die nächste jagt (u.a. AC/DC, P!nk, Anastacia, Beyoncé, Dido, Britney Spears, Nickelback, 50 Cent, The Killers, John Legend etc.). Da kann den vielinteressierten Käufern schon mal das Geld ausgehen. Deshalb gilt ganz besonders im schwer umkämpften Weihnachtsgeschäft: Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Nach drei äußerst erfolgreichen Studioalben zwischen 2003 und 2007, bringt das Label der 24jährigen Katie Melua nun die erste Werkschau in der noch jungen Karriere der britisch-georgischen Sängerin auf den Markt. Die mit „Collection“ etwas zurückhaltend betitelte Songsammlung bietet insgesamt 12 Lieder aus den millionenfach verkauften Studioalben sowie fünf bisher in Deutschland unveröffentlichte Bonus Tracks. Zudem liegt der „Collection“ eine DVD bei, auf der ein 90-minütiges Konzert von Katies Arena-Tour aus dem Jahr 2008 enthalten ist (in diesem Fall in Rotterdam aufgezeichnet).

Zu den Stücken von „Call Off The Search“ (11/2003), „Piece By Piece“ (09/2005) und „Pictures“ (09/2007) ist nicht mehr viel zu sagen. Einige sind aus dem Radio hinreichend bekannt („The closest thing to crazy“, „Nine million bicycles“, „Spider’s web“, „If you were a sailboat”), andere haben sich als Glanzpunkte der drei Alben herauskristallisiert, ohne als Singles ausgekoppelt worden zu sein („Piece by piece“, „On the road again“, „Thank you, stars“). Bleiben als Neuentdeckung lediglich jene fünf Songs übrig, die es bis dato nur außerhalb Deutschlands zur Veröffentlichung brachten.

Als da wären: Der Louis-Armstrong-Klassiker „What a wonderful world“ als sehr gediegenes, posthumes Duett mit Eva Cassidy, wobei die Stimme der 1996 verstorbenen Sängerin mit der von Katie Melua im Studio zusammengemischt wurde, „When you taught me how to dance“ (eine recht unspektakuläre Ballade), „Two bare feet“ (eine beschwingte Gute-Laune-Nummer), „Toy collection“ (ein folkloristisch angehauchter Song, der für den MySpace-Film „Faintheart“ geschrieben wurde) und last but not least „Somewhere in the same hotel“ (ein zarter Slow-Blues als typisches Beispiel für die Kollaboration mit Songwriter Mike Batt). Dabei ist festzustellen, dass es sich bis auf „What a wonderful world“ nicht wirklich um Knallersongs handelt, sondern um eine nett gemeinte Resteverwertung, um diese doch etwas überflüssig wirkende „Collection“ zu legitimieren. Für Einsteiger ist das Album dennoch zu empfehlen. Den Fans hätte wohl auch die Bonus-DVD als separate Veröffentlichung gereicht.

Anspieltipps:

  • Piece by piece
  • Call off the search
  • Nine million bicycles
  • What a wonderful world
  • The closest thing to crazy

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