Silentrain - Wrong Way To Salvation - Cover
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Silentrain Wrong Way To Salvation


  • Label: Drakkar/SonyBMG
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Gleich zu Beginn starten die Finnen mit voller Kraft, denn „Until You Break“ macht beinahe keine Gefangenen und bis auf einen kleinen Teil zum Ausruhen herrschen hier Heavy und Epic vor. Ohne Gnade wird auch beim Folgetrack nur das Tempo gedrosselt, das Bild des ach so bekannten Skandinavien-Heavy-Rocks aber beibehalten. An dieser Stelle macht sich bezahlt, dass die Jungs schon eine knappe Dekade miteinander verbracht haben. Der Beginn klingt ausgereift und ausgeglichen. Mako (Gesang, Gitarre), Karu (Gitarre), Pirkka (Keyboard), Aki (Drums) und Jussi (Bass) schaffen es Gothic-Metal so zu verpacken, dass er nicht überholt klingt, wie es bei immer mehr Neuerscheinungen dieser Gattung erscheint. Die Keyboards sind erfrischend meist nur ein Instrument des Hintergrunds als, nah am Kitsch, Melodien zu übernehmen. Nur selten passiert dies auf „Wrong Way To Salvation“, aber das war es dann auch schon.

Das Einzige woran es bei dieser LP hapert sind Melodien, die sich wirklich im Gehörgang festsetzen und einladen, noch mal gehört zu werden. Die Lieder klingen wohl ausbalanciert, aber oft fehlt der letzte Funke. Nicht so bei „Sick Of…“, welches stürmisch und eingängig daherstürmt. Dieses Lied ist zwar nicht perfekt, strotzt aber nur so vor Kraft und ist ein genialer Gegenpol zum Titeltrack, der bedächtig und ruhig beginnt, nur um dann zu explodieren und volles Rohr Gitarrenriffs und Drumbeats abzufeuern. Dieser Song erinnert wieder an den Auftakt des Albums. Es sind dann aber wieder viel mehr die aggressiven Songs wie „Slayer“ und das zu Beginn teilweise nach „Rage Against The Machine“-anklingende (gewagter Vergleich) klingendem „With Pain And Sorrow“. Diese Gitarren machen Lust auf mehr und das kriegt man dann auch in einem Maße, wie man es als Fan dieser Sparte wünscht.

Wenn nicht ein paar zu wenige einprägsame Stücke vertreten wären, hätte dieses Album durchaus einer der großen Lichtblicke dieses Jahres in Sachen Gothic werden können. So hat man es mit einem guten Album zu tun, dass gefällt, doch noch nicht genug unterhält. Gerade die Ballade „The Road Of Destiny“, welche das Album würdig abschließt weist auf die Stärken und Schwächen gleichermaßen. Die Ballade ist gelungen und man hört sie gerne, nur hat sie einfach kein Kultpotenzial. Das Potenzial ein Lied zu sein, welches man wieder und wieder und wieder hören will. Dies kommt einfach nicht zu Stande und so ist es nur ein gutes Album.

Anspieltipps:

  • No More
  • Sick Of...
  • With Pain And Sorrow

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