Van Canto - Hero - Cover
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Van Canto Hero


  • Label: Gun/SonyBMG
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Metal-Rock nur mit Schlagzeug und die anderen Instrumente A-capella. Wer also bei Guitar Hero ordentlich am Verlieren ist, macht sich vielleicht besser darin, wenn er versucht, wie dieses Ensemble mit dem Mund die Gitarrenriffs zu „singen“. Bevor wir aber mit der eigentlichen Kritik am Stück beginnen, muss man sich ein weiteres Mal fragen, ob Plattenfirmen nachdenken, wenn sie Promos verschicken, denn wenn ausgerechnet der Titeltrack nicht vertreten ist, muss man sich doch so Einiges fragen. Stefan Schmidts Idee eine A-capella-Metalband zu gründen ist gewiss eine interessante Idee, die aber auch viele Schattenseiten mit sich bringt. Wo der Hund begraben liegt, das klären wir nun.

Die meisten Songs auf diesem Album sind Coverversionen. Der künstlerische Anspruch liegt also mehr in der Verwandlung der Songs in ihre neue Form der Aufbereitung. Eigene Stücke, die auf dem Konzept des A-capella-Gesanges liegen, sind meilenweit von der Qualität der gecoverten Stücke entfernt. Zugegeben „Speed Of Light“ ist nicht schlecht, doch Stücke wie dieses müssen gegenüber den Coverversionen (abgesehen vom unglücklich gewählten Manowar-Cover „Kings Of metal“) klein beigeben. Auch kraftvolle Stücke wie „Quest For Roar“ sind nicht mehr als befriedigend, vergleicht man sich mit Perlen wie dem Nightwish-Klassiker „Wishmaster“ oder natürlich „The Bard’s Song In The Forest“ von Blind Guardian. Sind die einen Lieder jetzt einfach zu gut oder die anderen nun mal einfach nicht stark genug. Das liegt jetzt wohl im Anbetracht des Einzelnen.

Das eigene Stück, das wirklich auf dem Level der Cover arbeiten kann, ist „Take To The Sky“ welches sich allerdings auch wieder eines Gastsängers (Hansi Kürsch von Blind Guardian) bedient. Gerade für die wiedergegebenen Interpretationen so mancher Klassiker lohnt sich also dieses Album, was dem Gesamtbild doch einen faden Beigeschmack gibt. Schließlich sollte die Originalität der Band nicht nur in ihrer Form der Musik, sondern auch in ihren eigenen Kompositionen liegen. Lieder kommt das nur in gewissem Maße an und so muss doch auch ein wenig an dieser an und für sich guten Idee gezweifelt werden.

Van Canto haben sicherlich kein Meisterwerk geschaffen, dafür hapert es bei den Eigenkreationen noch zu sehr. Insgesamt haben sie mit einer großteils klugen Wahl an Coversongs aber ein tolles Gesamtbild geschaffen, dass sich eine gute Bewertung verdient hat und darauf hoffen lässt, dass unvergessliche Melodien auch irgendwann aus der Feder von Van Canto selbst kommen können.

Anspieltipps:

  • Pathfinder
  • Wishmaster
  • The Bard’s Song In The Forest

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