Common - Universal Mind Control - Cover
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Common Universal Mind Control


  • Label: Geffen/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Es gibt Menschen, die tanzen gern auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig, so hält es auch Mister Lonnie Rashid Lynn: Als Schauspieler war er schon mit Angelina Jolie, Russell Crowe und Denzel Washington im Studio, die Musikwelt kennt den 36-Jährigen aber schon seit 1992 als Rapper Common, der gern auch Musikrichtungen wie Soul und Jazz in seine Werke einfließen lässt. Nun steht Album Nummer acht in den Startlöchern und diesmal hat sein Freund Kanye West überraschenderweise nur recht wenig beigesteuert, er übergab die Regler an The Neptunes alias Chad Hugo und Pharrell Williams. Herausgekommen ist dann etwas musikalisch anders Klingendes als beim Vorgänger „Finding forever“, denn The Neptunes stehen bekanntlich für coole Club-Beats, die ziemlich kühl kalkuliert und futuristisch daherkommen. Da werden einige Fans schon etwas schlucken, denn soulige Songs bleiben eher Mangelware.

Commons Kumpel Kanye West gibt sich bei „Punch Drunk Love“ die Ehre, „Gnarls Barkley“-Soulsirene Cee-Lo und die britische Sängerin Martina Topley-Bird sowie Pharrell begrüßt Common außerdem noch als Gäste. Das Titelstück eröffnet die CD mit zehn Songs und gibt sich als klassischer Rap-Track, der mit dumpfen Bässen und schnellem Sprechgesang leider etwas monoton klingt. „Punch Drunk Love“ beherbergt entspannte, reggaegetränkte Beats, die Kanye West stimmlich bereichert, wobei Common natürlich auch seine markanten Raps einbringt. „Make my day“ mit Cee-Lo besitzt die typischen treibenden „Gnarls Barkley“-Töne, die gute Laune verbreiten und Cee-Los Soulstimme mit dem Sprechgesang von Common harmonisch verbindet.

Hauptsächlich drücken dann The Neptunes mit ihren auffällig anderen Beats den Songs ihren Stempel auf, dazwischen ragen eigentlich nur Commons coole Raps hervor, was aber keine schlechte musikalische Kombination ergibt. Richtig sanft geht es dann bei „Changes“ weiter, es gibt wirklich fast besinnlichen Hip Hop mit viel Soul zu hören! Den Schlusspunkt unter fast 40 Minuten recht abwechslungsreiche Black Music setzt „Everywhere“, welches Martina Topley-Bird stimmlich veredelt und die flotten Beats gehen sofort ins Bein.

Sicher muss man sich an die kühlen „Neptunes“-Klänge bei Common erst gewöhnen, aber durch seine Präsenz und seine „normalen“ Texte, die eben nicht von Kraftausdrücken durchsetzt sind wie bei Lil Wayne, sowie einer gewohnt abwechslungsreichen musikalischen Mixtur überzeugt das neue Werk von Mister Lynn durchaus.

Anspieltipps:

  • Make my day
  • Changes feat. Muhsinah
  • Everywhere feat. Martina Topley-Bird
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