John Legend - Evolver - Cover
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John Legend Evolver


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 59 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Es bleibt wie immer: John Legend leistet im Genre „Black Music mit Schwerpunkt Soul“ Überdurchschnittliches.

Am Anfang seiner Karriere schrieb John Legend Songs für andere, nun steht er selbst im Rampenlicht. Der Sänger mit der sanften Stimme, die viele Emotionen abbilden kann und eine Unverwechselbarkeit innehat, begeisterte mit seinen ersten Studioalben „Get Lifted“ und „Once Again“ Kritiker wie Fans. Nun gibt es ein neues Werk und Legend kann diesmal auf die Unterstützung seines Förderers Kanye West, dem bekannten Pharrell Williams, Will.i.am (Black Eyed Peas) und seinem bisherigen Produzent Kawan „KP“ Prather zählen. Als Gäste begrüßt der Nu-Soulsänger die allgegenwärtige Estelle, die lange nicht gehörte Brandy und „Outkast“-Sänger Andre3000.

Die erste Single „Green Light“ geht flott voran und gibt einen Vorgeschmack auf den stark vorherrschenden Synthesizereinsatz, der dem von Legend gern gespielten Piano oft Paroli bietet und wohl Legends Sound modernisieren soll. Andre3000 rappt endlich wieder, doch „Green Light“ bleibt ein Song, der nicht so recht zu dem einfühlsamen Sound der früheren CDs passen will und leider nichts anderes zu sein scheint als ein eingängiger Track, der aber anderen Musikern auch schon eingefallen ist.

Die erste Hälfte des Silberlings beeindruckt nicht mit guten Songs und verschenkt ein wenig das Talent des John Legend oder anders ausgedrückt: Es klingt zu routiniert und wenig abwechslungsreich. Das Duett „It's over“mit Kanye West, welches auch Pharrell Williams mitgestaltet hat, besitzt viel modernen Klänge, die aber nicht wirklich berühren geschweige denn mitreißen. Die zweite Hälfte der 15 Songs entschädigt aber für manche Durchschnittlichkeit dieser Art, die aber zugegebenermaßen nicht so oft vorkommt. Erst mit der Ballade „This Time“ beweist Mister Legend wie herrlich Soul heute klingen kann, das Piano taucht freundlicherweise auch wieder auf. Danach überraschen einige Ausflüge in Reggaegefilde, „No other Love“ oder „Can't be my lover“ die Legend gut stehen. Ebenfalls ein gelungenes Experiment stellt „Tunnel Of Love“ dar, welches mit dem allseits bekannten Gitarrenkünsten Mark Knopflers aus dem gleichnamigen „Dire Straits“-Titel veredelt wird, die hervorragend mit Legends Stimme harmonieren.

Es bleibt also wie immer: John Legend leistet im Genre „Black Music mit Schwerpunkt Soul“ durchaus Überdurchschnittliches, gepaart mit ausreichend musikalischer Abwechslung reißt vor allem seine unverwechselbare Stimmfarbe viel heraus und lässt die anfänglichen nicht so überzeugenden Tracks schnell vergessen.

Anspieltipps:

  • This Time
  • Satisfaction
  • Take me away
  • Tunnel Of Love

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