Factory Of Dreams - Poles - Cover
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Factory Of Dreams Poles


  • Label: Progrock Records/SPV
  • Laufzeit: 47 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn sich Gegensätze tatsächlich anziehen, muss das Debütalbum des portugiesisch-schwedischen Projektes eine Dichte auf dem Niveau der Urknall-Singularität besitzen. Auf „Poles“ besingt die Schwedin Jessica Letho zu den Tönen des in Prog-Kreisen nicht gänzlich unbekannten Portugiesen Hugo Flores Böses und Gutes. Und das darf ruhig mehrfach gedeutet werden.

Die guten Seiten des Albums stellen neben dem durchweg überzeugenden Gesang, der in seinen besten Momenten an Tarja Turunen der früheren Nightwish erinnert, und der professionellen Intonierung insbesondere der geheimnisumwitterte Opener „Transmission fails“, das abwechslungsreiche „Air powerplant“, der Titeltrack sowie der epische Rausschmeißer „Crossing the bridge to the positive pole“ dar. Außerdem ist die Atmosphäre trotz des banalen Konzeptes durchaus einnehmend. Doch die vor Kitsch triefende Story, die Abwesenheit jeglicher Originalität und diverse Ausfälle wie das Trio „Gliding above the ocean“, „Peace echoing“ und „Stream of evil“ sowie das total misslungene „Generator of illusion“ sind große Sandkörner im Räderwerk der Fabrik.

Diese Gegensätze ziehen sich allerdings überhaupt nicht an, sondern stoßen sich ab und sorgen dafür, dass unterm Strich ein solides Album bleibt, das aus der Vielzahl ähnlicher Prog-Veröffentlichungen nicht hervorsticht. Ein Urknall ist „Poles“ ganz sicher nicht, höchstens der Zusammenprall kleinerer Asteroiden in der Umlaufbahn der Sonne. Und das kommt dort sehr häufig vor.

Anspieltipps:

  • Transmission fails
  • Factory of dreams
  • Crossing the bridge to the positive pole

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