Midge Ure - 10 - Cover
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Midge Ure 10


  • Label: Hypertension-Music
  • Laufzeit: 38 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mehr ein musikalischer Altherrenabend, als ein ambitioniertes Singer/Songwriter-Werk.

Der schottische Singer/Songwriter James „Midge“ Ure (55) tanzte in seiner langen Karriere auf vielen Hochzeiten. Er spielte u.a. in den Bands Visage („Fade to grey“), The Rich Kids („Marching men“) und Ultravox („Dancing with tears in my eyes“) und ist seit Mitte der 80er Jahre auch solo mehr oder weniger erfolgreich unterwegs (größter Hit: „If I was“, 1985). Noch immer erscheinen in schöner Regelmäßigkeit neue Alben der Pop-Ikone, so wie jetzt das schlicht „10“ betitelte Cover-Album, auf dem Midge Ure Songs anderer Songwriter interpretiert, die ihn durch seine Kindheit und sein Musikerleben begleitet haben. Herausgesucht hat er sich dazu u.a. Stücke von Burt Bacharach, David Bowie, Phil Lynott (Thin Lizzy), Peter Green, Ronnie Lane & Steve Marriott (The Small Faces) und Freddie Mercury (Queen).

Die Songs auf „10“ wurden im Winter 2007/2008 in Kanada aufgenommen und klingen leider auch so, als wären sie fern jeder Zivilisation in einer verschneiten Berghütte aus reiner Langeweile heraus entstanden. Entsprechend verschnarcht kommen die zumeist in akustischen Gewändern gehaltenen Interpretationen daher. Mit Midge Ures Wave-Pop-Vergangenheit hat dieses Album jedenfalls rein gar nichts zu tun, was auch nicht zwingend erwartet wird. Nichtsdestotrotz erinnern Songs wie „Alfie“ oder „Nevermore“ mehr an einen musikalischen Altherrenabend als an ambitionierte Singer/Songwriter-Kost.

Dennoch muss man Midge Ure zugute halten, dass er sich nicht wie die meisten anderen an super-bekannte Verkaufsschlager herangemacht und die Originalversionen komplett auseinandergenommen und auf ungewohnte Weise wieder zusammengesetzt hat. Das verdient Respekt. Dass das Ergebnis am Ende trotzdem etwas dröge klingt, ist deshalb besonders schade.

Anspieltipps:

  • Lady stardust
  • To sir with love
  • Song for while I’m away
  • Let the heartaches begin

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