Little Jackie - The Stoop - Cover
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Little Jackie The Stoop


  • Label: S-Curve/EMI
  • Laufzeit: 34 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Im Radio läuft derzeit ein frischer, eingängiger und popiger Song hoch und runter, der den Namen „The World Should Revolve Around Me“ trägt. Geträllert wird er von der 30-jährigen Imani Francesca Coppola. Besser bekannt als „Little Jackie“. „Little Jackie“ ist allerdings nicht nur die nette Dame aus New York, sondern auch DJ Pallin, welcher Coppolas rappende und singende Parts mit Beats und sonstigen Instrument unterlegt. Mit dem Debutalbum „The Stoop“ versucht Little Jackie nun Fuß im im Volksmund bekannten „Biz’“ zu fassen.

Eröffnet wird „The Stoop“ mit einem Klavier, Drums und sonnigem Flow. In der gleichnamigen Single philosophiert Miss Coppola über ihre Veranda, die Nachbarschaft und was sonst so passiert in der Umgebung. Frisch und knackig, dabei bleibt es auch lange Zeit. Mit „The World Should Revolve Around Me“ folgt Single Nummer Eins. Wenn man mit der ersten Single gleich einen echten Ohrwurm schreibt, welchen das Radio und dessen Hörer liebt, kann man ja nicht so viel falsch gemacht haben. „28 Butts“ wird etwas funkiger, hebt sich allerdings nur in diesem Punkt so wirklich von seinen zwei Vorgängern ab. Allgemein funktioniert die Kombination aus Coppolas Lines und den Beats von DJ Pallin relativ gut. „Guys Like When Girls Kiss“ nervt etwas, bevor „Liked You Better Before“ nicht Fisch nicht Fleisch ist. Hier wird irgendwie weder richtig gerapt, noch gesungen, noch geträllert, noch gesprochen. Schlecht fährt man jedoch auch mit diesem Track nicht.

In der Folge wird mit „Lol“ die langsam ersehnte Abwechslung angereicht. Prinzipiell baut sich „The Stoop“ alle seine elf Songs auf sehr ähnlicher Basis auf. „Lol“ legt den Fokus hierbei auf einen erfreulich sympathischen Text, der das Thema des SMSen anschneidet („Gotta spell out: Go to hell / Toss you in the trash / Then reduce you to an acronym / WTF? You reply“). Ganze Songtexte könnte man über dieses Thema schreiben, getan hat es aber noch niemand. Bonuspunkt für lyrische Kreativität. „Cryin’ For The Queen“ macht es wieder etwas funkiger; Miss Coppola lässt die Ghetto-Queen raushängen. Ohne aber dabei billig oder nervig zu werden. Die Balance ist in dieser Hinsicht definitiv gefunden worden. Speziell „Black Barbie“ spricht Bände für diese Aussage. Mit Leichtigkeit und spitzbübigem Charme nimmt Little Jackie Hilton, Spears und Co. aufs Korn. „One Love“ bleibt nach diesem Song in der Folge eher blass. „The Kitchen“ regt dagegen wieder sehr zum Schmunzeln an. Einige der Songideen muss man Little Jackie einfach positiv Ansprechen. „Go Hard Or Go Home“ beendet ein mit 34 Minuten etwas zu kurz geratenes Debutalbum.

34 Minuten sind kurz, aber für ein Album wie „The Stoop“ im Prinzip gar nicht zu kurz. Lyrische Ideen haben Little Jackie einige, die Anzahl der dafür nötigen songtechnischen Umsetzungen hinkt aber etwas. Auf Dauer verliert „The Stoop“ klar an Abwechslung und Hörmotivation. Dies ist jedoch schade, da Little Jackie trotz dieser zu bemängelnden Kritkpunkte ein ordentliches Erstlingswerk abliefern Hoffen wir mal dass sich „The World Should Revolve Around Me” im Radio nicht zu schnell abhört.

Anspieltipps:

  • The Stoop
  • The World Should Revolve Around Me
  • Lol
  • Black Barbie

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