Kids In Glass Houses - Smart Casual - Cover
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Kids In Glass Houses Smart Casual


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 40 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Was? BritPop-Indie-Beach-Sound? Also zuerst einmal klingt „Smart casual“ nach einer weiteren Emo Rock-Truppe, die den Anschluss verpasst hat. Da kann die Plattenfirma Genre-Kreationen vom Stapel lassen, wie sie will. In weiterer Folge und selbst nach mehreren Durchläufen macht das Debüt der fünf Waliser Jungs Aled Phillips (Gesang), Joel Fisher (Gitarre), Iain Mahanty (Gitarre), Andrew Shay (Bass) und Philip Jenkins (Schlagzeug) trotz einer gewissen Lockerheit einfach keinen Spaß und es macht sich ein Gefühl breit, das im Art Deco-Stil gehaltene Booklet wäre schon die größte Idee am ganzen Werk gewesen.

Zumindest ist nichts, was auf „Smart casual“ aus den Böxen tönt besonders innovativ oder frisch, sondern empfiehlt sich als Schnittmenge aus Power Pop meets Rock der Marke Fall Out Boy und jammernden Emotionen im Stile von Panic At The Disco, allerdings ohne das elektronische Beiwerk. Ein weiterer Minuspunkt, der hinsichtlich der oftmals wiederkehrenden Textpassagen am schwersten ins Gewicht fällt, ist die nervtötende Stimme von Sänger Phillips, welche unweigerlich zu einem nervösem Zucken führt und dadurch einige Songs bereits beim ersten Mal zu Topkandidaten für die Skip-Taste macht.

Übrig bleibt am Ende wirklich nicht viel. Okay, vereinzelt klammert sich die eine oder andere Melodie im Kurzzeitgedächtnis fest und sorgt für ziemlich lästige Ohrwürmer (im positivem Sinne), aber Kids In Glass Houses bieten kaum etwas, das sie von etlichen anderen Genre-Vertretern abhebt, denn schließlich findet auch ein blindes Huhn gelegentlich mal ein Korn. Da hilft es dann auch nichts wenn sich Sänger Aled selber nicht sicher ist, ob das Material des Erstlings gut ist oder nicht: „I absolutely cannot wait for people to hear it. I´m a bit nervous that they won´t like it, but I think they will. Deep down. I hope so.”

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