Codeon - Source - Cover
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Codeon Source


  • Label: Drakkar/SonyBMG
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Drakkar Records meint in Finnland mal wieder auf eine Goldgrube gestoßen zu sein, denn neben dem genialen „H8“ von Godsplague veröffentlicht das Label hier zu Lande auch das erste Album von Codeon, dem Sideproject von Necrophagist-Gitarrist Sami Raatikainen. An seiner Seite schafften Vesa Mattila (Gesang), Asko Sartanen (Gitarre), Lauri Mailasalo (Bass) und Jonatan Varon (Schlagzeug) nach sechsjährigem Bestehen endlich ihren ersten Langspieler.

Codeon wollen mit Source aggressive und melodische Musik gleichermaßen schaffen. Eigentlich wollen sie das, was ihre Kollegen von Godsplague mehr als nur gut gemacht haben. Nur schaffen sie es trotz aller Komplexität einfach nicht. Man kann jeden beliebigen Song nehmen und es werden sich gute Riffs finden. Das Tempo steigert sich teilweise ins Unermessliche, doch die wirklichen Ohrwurmmelodien wollen sich nicht einstellen. „Death Is All We Get“ ist ein gutes Beispiel. Es trifft zwar alles aufeinander was die Sparte des Heavy Metal hergibt, doch die Komposition schafft es nicht, denn Funken überspringen zu lassen. Technisch wohl zu hohe Kunst. Es kommt einem gezwungen und verkopft vor und gleichzeitig soll man dazu abgehen. Alles geht nicht. Entweder so oder so und da liegt das finnische Erfolgsrezept begraben.

Wer Wahnsinnsriffs sucht (im wahrsten Sinne des Wortes), dafür aber eher mäßig ansprechende Lieder bekommt und letzten Endes damit zufrieden ist, kann froh sein. Das Abfeiern auf die eigenen Fähigkeiten anstatt der Suche nach Melodien für Ohr und Herz bekommt dem Album nicht so richtig. Eigentlich lassen sich Parallelen ohne Ende zu den finnischen Kollegen ziehen, nur fehlt es in jedem Lied am gewissen Etwas. Wer sich beschwert, dass hier auf kein Einziges Lied eingegangen wird, dem sei gesagt, dass die Lieder wie ein großes ganzes langes Lied wirken. Hier und da ist eine gute Melodie verbuddelt, wird aber nicht konsequent genug ausgeschöpft und so entsteht ein ansprechendes, dennoch keinesfalls überragendes oder Aufsehen erregendes Album.

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