Christopher Cross - The Café Carlyle Sessions - Cover
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Christopher Cross The Café Carlyle Sessions


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 68 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

„The Café Carlyle Sessions“ ist eher eine Compilation aus alten Stücken, als ein neues Werk.

Es gibt Alben, die kann man bei einem guten Wein oder am Kamin genießen. Man unterhält sich über das Neueste oder schwelgt in Erinnerungen und Träumen, allein oder mit anderen. Nur hört man das Album einfach so, konzentriert und voller Erwartung auf Unterhaltung fehlt Irgendetwas. Man sitzt da und weiß nicht, was es ist, aber ES fehlt. Man hört noch einmal hin. Christopher Cross’ glasklare Stimme, die, für Jazz-Arrangements üblichen, warmen Instrumente. Alles scheint perfekt und genau da liegt der Hund begraben.

Christopher Cross ist inzwischen ein alter Hase was Musik angeht und so wundert es nicht sonderlich, dass „The Café Carlyle Sessions“ eher eine Compilation aus alten Stücken ist, als ein neues Werk. Wohlklingende „Klassiker“ wie „Walking In Avalon“ und „Talking In My Sleep“ werden von dem guten Mann noch einmal zelebriert und auch der Rest der Stücke strahlt Gemütlichkeit aus. Mehr allerdings nicht. Ein „Think Of Laura“ schmiegt sich sanft an den Hörer, doch das tun viele Lieder und es kommt in diesem Falle fast schon zu seicht daher. Christopher Cross Musik klingt teilweise so abgerundet, dass es keine Ecken, Kanten oder Einfurchungen gibt, an denen sich der Hörer festhalten kann. Er kann sich schlichtweg berieseln lassen. Dies garantiert nicht auf schlechtem Niveau und wer poppige Jazzsongs in Verbindung mit warmer Gitarrenmusik mag, der ist herzlich eingeladen zu dieser guten Stunde leichter Unterhaltung.

Es fehlen einfach die Farben und das Facettenreichtum, um sagen zu können: Dieses Album muss ich jetzt gleich noch mal hören! Es ist angenehm es im Hintergrund zu hören, den ein oder anderen Song, kann man gewiss auch aufgrund einer Melodie auch öfters hören und letzten Endes liefert Christopher Cross solide Unterhaltung ab, die zu keinem Zeitpunkt versucht mehr zu sein und manchmal ins Milieu „austauschbar“ abzudriften droht. Lang genug macht Herr Cross jetzt aber schon die Plattenläden und Bühnen unsicher, um seinen Fans keinen Müll vorzuwerfen. Wer den Sänger sowieso kennen lernen wollte, der ist mit diesem Album als Einstieg auch nicht schlecht beraten.

Anspieltipps:

  • Ride Like The Wind
  • Walking In Avalon
  • Talking In My Sleep
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