Max Tundra - Parallax Error Beheads You - Cover
Große Ansicht

Max Tundra Parallax Error Beheads You


  • Label: Domino/INDIGO
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Oha! „Parallax Error Beheads You“ bietet wirklich kranken Stoff. Max Tundra werkelt mit kindlichem Spieltrieb an seinem fiependen Electro-Unsinn und schert sich einen Dreck um so was wie guten Geschmack. Dabei geht die Platte in sämtlichen Belangen ins Detail. Hier geht alles und davon viel!

Ben Jacobs alias Max Tundra klingt manchmal wie Michael Jackson auf Acid, nur um im nächsten Moment einen absolut authentisch wirkenden Mitschnitt einer Jam-Session zwischen Jens Lekman und einem C64 mit defektem Soundchip, auf dem gerade The Great Giana Sisters laufen, zu simulieren. Von Zeit zu Zeit klingen auch mal Discosounds aus den 70ern, süßlicher Art-Pop und jede Menge anderer Quatsch durch. Aber dieser Mann hat ja schon Franz Ferdinand, The Futureheads und die Pet Shop Boys geremixt. Muss was dran sein!

Primär umgibt „Parallax Error Beheads You“ allerdings die Frage, wer sich diese infantilen Anarcho-Tracks überhaupt geben soll. Max Tundra hat einen gewissen Nerv-Faktor zur Grundlage erhoben und sprengt mit seinen überbordenden Ideen Grenzen. Die einen werden es genial finden, während die breite Masse sicherlich vor Ende des ersten Songs die weiße Fahne hisst. Dementsprechend lässt sich „Parallax Error Beheads You“ auch kaum adäquat bewerten. Das Album liegt schlicht zu sehr neben der Spur.

Domino gebührt auf jeden Fall Respekt dafür, neben den Label-Zugpferden auch immer wieder solchen Kram zu veröffentlichen, denn Profit wird bei diesen Entscheidungen sicherlich klein geschrieben. Unabhängig vom persönlichen Geschmack formen die zehn Tracks der Platte durchaus ein interessantes Gesamtwerk, welches es mehr als verdient hat, gehört zu werden. Und Kompromisslosigkeit hinterlässt immer ein gutes Gefühl.

Anspieltipps:

  • Will Get Fooled Again
  • Orphaned
Neue Kritiken im Genre „Electro“
5/10

Spectra
  • 2017    
7/10

The Click
  • 2017    
Diskutiere über „Max Tundra“
comments powered by Disqus