No Return - Manipulated Mind - Cover
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No Return Manipulated Mind


  • Label: Dockyard 1/SPV
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

No Return sind eine technisch versierte Thrash/Death Metal-Truppe aus Frankreich, die man als Fan von Slayer, Carnal Forge, Cryptopsy, The Haunted oder Nile auf der Rechnung haben sollte. Nicht, weil die Herrschaften Moreno (Gesang), Nico (Gitarre), Alain (Gitarre), David (Bass) und Boban (Schlagzeug) unbedingt dasselbe Klangspektrum wie die eben genannten Bands haben, sondern der Blick über den Tellerrand nie schaden kann und bei dem Fünfer sich zudem äußerst bezahlt macht, vor allem wenn eine Affinität zu thrashigen Todesblei-Bands besteht.

„Manipulated mind“ ist jedenfalls das bereits achte Studioalbum der Franzmänner und knallt rein als wäre es ihr erstes. Mit einem stetigen Drang nach vorne versehen, lassen No Return eine Thrash-Granate nach der anderen explodieren, die aus zweistimmigen Gitarrenläufen, rauen Growls, drückenden Doublebass-Passagen und schredderndem Riffing direkt in die Fresse schlägt. Kompromisse werden keine eingegangen und nachdem das elektronische Beiwerk früherer Scheiben passé ist, dürfen sich Fans auf neun gnadenlose Bretter (exklusive „Intro“) einstellen, die aus kontrollierter Aggression und bestechender Präzision geboren wurden.

Macht unterm Strich also die Metal-Scheibe des Jahres? Leider nein. Der Fünfer bemüht sich zwar in die einzelnen Songs eine oder mehrere Passagen einzubauen, die sie aus dem restlichen Genre-Einerlei hebt, jedoch gebärdet sich die Einleitung dazu meist als ständige Wiederholung bereits gehörter Thrash-Gewitter. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn obwohl Sänger Moreno mit seinem heiseren Organ gerne mal auch etwas abwechslungsreicher in das Mikro grunzen sollte, macht die Verspieltheit und musikalische Kompetenz seiner Bandmitglieder wieder einiges wett, wenn z.B. unerwartet eine Blastbeat-Attacke auf den Hörer losgelassen wird oder ein herrliches Solo angestimmt wird. Nach fast 20 Jahren im Geschäft sollte ein guter Songaufbau aber ohnehin eine Grundvoraussetzung sein, der auf „Manipulated mind“ nicht immer ganz hinhaut. Beim nächsten Mal wird’s sicher wieder besser!

Anspieltipps:

  • Blackness
  • Take Me Beyond
  • Manipulated Mind
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