Mendeed - Positive Metal Attitude (Re-Release) - Cover
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Mendeed Positive Metal Attitude (Re-Release)


  • Label: Rising Records/SPV
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„Mendeed have regrettably broken up due to irreconcilable difference with our manager, we would like to thank all of our fans for believing in us and helping us get as far as we did. I really wish things would have turned out different for us. Thanks to everyone that had faith in us, we'll miss you all.”

Das schottische Metalcore-Gespann Mendeed ist also Geschichte. Wer den Weg von Dave Proctor (Gesang), Steve Nixon (Gitarre), Steph Gildea (Gitarre), Chris Lavery (Bass) und Kevin Matthews (Schlagzeug) auch nur halbwegs verfolgt bzw. ihre beiden Longplayer „This war will last forever“ (06/2006) und „The dead live by love“ (02/2007) im Schrank stehen hat, dürfte wissen, dass die Mucke der Fünf gar nicht mal so übel war und sich hier eine Truppe verabschiedet, die im Vergleich zu anderen Kommerz-Hampelmännern des Genres durchaus einiges am Kasten hatte und auch für Veränderung offen war, was z.B. die Power Metal-Akkorde im letzten Output bestätigen.

Ihren ersten Vertrag unterzeichneten Mendeed beim britischen Label Rising Records, das den Metalcore-Recken nun Tribut zollen will und die dritte EP mit Namen „From shadows came darkness“ und die bisher nur auf Tour erhältliche Platte „Positive metal attitude“ wiederveröffentlicht, sowie zwei Wochen später die Best Of-Zusammenstellung „Shadows.War.Love.“ auf den Markt wirft, die auch das musikalische Wirken der Schotten bei ihrem späteren Vertragspartner Nuclear Blast mit einbezieht. Eine besonders feine Sache, bedenkt man, dass die Jungs wohl eher nicht mehr auf Tour gehen werden, ist die B-Seiten, Raritäten und Live-Compilation „Positive metal attitude“.

Eingeleitet wird dieses Langeisen durch die vier Live-Tracks „Poisoned hearts“, „The reaper waits“, „Stand as one and fight for glory“ und „Beneath a burning sky“ aus den BBC-Sessions vom Februar 2006, die ebenfalls als Studiofassung auf dem ersten Longplayer „This war will last forever“ (06/2006) enthalten sind und eine schöne Einleitung in das brachiale Inferno des Fünfers aus Melodic Death, Thrash, Hardcore und Heavy Metal darstellen, vor allem da es sich um die stärksten Songs des Debüts handelt. In weiterer Folge brennen Mendeed in den Tracks 5 - 10 eine technische Metalcore-Breitseite ab, die zwischen Iron Maiden-Riffs, Hardcore-Attitüde und Todesblei-Avancen changiert, obwohl das Material aus verschiedenen Jahrgängen stammt.

„Laid to waste“ und „Fall to me“ stammt z.B. von der EP „As we fall“, „Hollow” und „Messiah“ waren B-Seiten auf der Single zu „Act of sorrow“ und sowohl „The end of man“ als auch „Divided we fall“ wurden dem Nuclear Blast-Release von „This was will last forever“ entnommen, wo sie als Bonus Tracks fungierten, wie auch das bereits erwähnte „Messiah“, das die japanische Veröffentlichung dieses Albums ergänzte. Nie um einen Breakdown, Doublebass-Passagen oder fetzige Soli verlegen, die den modernen und genreübergreifenden Charakter des Materials der Schotten unterstreicht, überzeugen die Neuaufnahmen bzw. als Zugaben ausgelegten Stücke trotz einer etwas dünnen Abmischung auf ganzer Linie und legen offen, wieso der Abschied von dieser Band einigen sicher besonders schwer fallen wird.

Anspieltipps:

  • Messiah
  • Laid To Waste
  • The End Of Man
  • The Reaper Waits
  • Stand As One And Fight For Glory
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