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Mendeed From Shadows Came Darkness (Re-Release)


  • Label: Rising Records/SPV
  • Laufzeit: 36 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„Mendeed have regrettably broken up due to irreconcilable difference with our manager, we would like to thank all of our fans for believing in us and helping us get as far as we did. I really wish things would have turned out different for us. Thanks to everyone that had faith in us, we'll miss you all.”

Das schottische Metalcore-Gespann Mendeed ist also Geschichte. Wer den Weg von Dave Proctor (Gesang), Steve Nixon (Gitarre), Steph Gildea (Gitarre), Chris Lavery (Bass) und Kevin Matthews (Schlagzeug) auch nur halbwegs verfolgt bzw. ihre beiden Longplayer „This war will last forever“ (06/2006) und „The dead live by love“ (02/2007) im Schrank stehen hat, dürfte wissen, dass die Mucke der Fünf gar nicht mal so übel war und sich hier eine Truppe verabschiedet, die im Vergleich zu anderen Kommerz-Hampelmännern des Genres durchaus einiges am Kasten hatte und auch für Veränderung offen war, was z.B. die Power Metal-Akkorde im letzten Output bestätigen.

Ihren ersten Vertrag unterzeichneten Mendeed beim britischen Label Rising Records, das den Metalcore-Recken nun Tribut zollen will und die dritte EP mit Namen „From shadows came darkness“ und die bisher nur auf Tour erhältliche Platte „Positive metal attitude“ wiederveröffentlicht, sowie zwei Wochen später die Best Of-Zusammenstellung „Shadows.War.Love.“ auf den Markt wirft, die auch das musikalische Wirken der Schotten bei ihrem späteren Vertragspartner Nuclear Blast mit einbezieht. Zuerst wollen wir uns aber näher mit der 7-Track-EP „From shadows came darkness“ befassen, die 2004 auf die Welt losgelassen wurde:

Zweimal im Alleingang, zweimal vier Songs, die einen guten Vorgeschmack auf das lieferten, was die fünf Schotten rund um Schreihals Dave Proctor zu ihrem ersten Vertrag verhalf. Die aus eigener Tasche finanzierten Kurzplatten „Killing something beautiful“ (2002) und „As we rise” (2003) waren stürmisches Rohmaterial einer Band, die ihren Höhepunkt noch lange nicht erreicht hatte. Rising Records erkannte das Potential hinter der brachialen Mischung aus Hardcore, Heavy Metal, Thrash und Death und sorgte mit dem Release von „From shadows came darkness“ für weitere Euphorie rund um die Truppe aus Glasgow.

Darauf erweiterten Mendeed nicht unbedingt ihren bis dato bekannten Sound, sondern versuchten eher mit der vorhandenen Klangmaterie in epischere Gefilde ausbrechen, was nicht nur durch die einminütige Einleitung „Hope lies in the heart of even the darkest soul“ unterstrichen wird, sondern auch in der Länge der Songs (der Durchschnitt liegt hier bei 5 Minuten) ersichtlich ist. Nichtsdestotrotz knallen die Schotten in flottem Tempo aus den Boxen und sorgen für ordentlich Bewegung im Moshpit. Die Abmischung ist rau und das Schlagzeug klingt verglichen mit späteren Veröffentlichungen unausgeglichen, aber angesichts des vorhandenen Budgets zu dieser Zeit und ruft man sich die Produktion vieler anderer Platten ins Gedächtnis die wesentlich größere Finanzspritzen haben, so fällt dieser Makel nicht weiter ins Gewicht.

Wirklich gewöhnungsbedürftig ist hier nur das Organ von Sänger Dave, der hier noch viel zu unkontrollierte Schreikrämpfe und Brüllattacken liefert, wodurch es nicht nur ein Segen für die Ohren ist, wenn er mal schweigt, sondern ebenso im krassen Gegensatz zu der oftmals gemäßigteren Darbietung seiner Kollegen steht, die allerdings auch nicht immer komplett richtig in die Saiten hauen bzw. auf die Felle dreschen. Der zehnminütige Abschluss „Glory be thy name“ kann mit der anscheinend epischen Struktur ebenfalls nicht die Kohlen aus dem Feuer holen, entpuppt er sich schließlich nur als normal langer Song (etwa 4 ½ Minuten) mit doppelt so langer Stille, wo am Schluss noch ein kurzes Outro angehängt wurde. Glücklicherweise haben Mendeed aber weiter an ihrem Sound gefeilt und in den nachfolgenden Outputs für ein stimmigeres Gesamtbild gesorgt, wie unter anderem die B-Seiten, Raritäten und Live-Compilation „Positive metal attitude“ zeigt.

Anspieltipps:

  • Act Of Sorrow
  • Fatal Poison Whisper
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